Freitag, 5. Juni 2026

Die Hohe Schrecke

Eine Woche war ich arbeiten und wandern in der Hohen Schrecke in Thüringen. Meine Gastgeber habe ich mit diversen Hilfsarbeiten unterstützt, wovon auch die wolligen Sieben profitierten: die gesensten Brennesseln wurden gerne gefressen. Auch der Fellwechsel konnte mit gut Zureden und viel Striegeln vorangetrieben werden.

Täglich bin ich mit meinem Gastgeber nach Feierabend eine kleine oder große Strecke gewandert. Unsere Ausflüge führten uns durch Buchen- und Mischwälder, vorbei an Feldern, zu Zukunftspreisen, über Hängebrücken und in Burgruinen. Die Landschaft war malerisch und die Wälder dicht. Die Hohe Schrecke war bis zur Wende ein Truppenübungsplatz und wurde bald nach der Wende unter Schutz gestellt. Der Knochenglanzkäfer (Trox persii (nicht Trox sabulosus)) ist der unbekannte Star in der Hohen Schrecke: lange Zeit galt er in Thüringen ausgestorben und wurde in der Hohen Schrecke wieder entdeckt.

Der Zukunftspreis

Langenroda

Langenroda

Das Bärental zwischen Reinsdorf und Gehofen

Ebenfalls das Bärental

Die Hängebrücke über dem Bärental 

Die Hängebrücke über dem Bärental 

Der Blick in Richtung Gehofen

Klimaschutz zwischen Reinsdorf und Gehofen

Familienwanderweg mit Holzteleskopen

Burg Rabenswald

Zu jeder Burg eine Ritter-Tafel

Die Burgruine, schön und einsam sowie schön einsam

Nur einige Autominuten entfernt befindet sich der Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, welchen wir ebenfalls besuchten. Ein lustiges UFO liegt dort auf dem Spielplatz neben dem Besucherzentrum.






Mir wurde von Ortsansässigen folgende Dokumentation wärmstens empfohlen:



Mittwoch, 3. Juni 2026

Die wolligen Sieben von der Hohen Schrecke

In Thüringen, an der Hohen Schrecke, leben die wolligen Sieben. Nach anfänglichen Misstrauen allen und allem Fremden gegenüber, ist es mir gelungen, als Mitglied der Bande akzeptiert zu werden. Geduld, gewaltfreie Kommunikation, Leckerlies und Striegelhandschuhe haben sich bezahlt gemacht.

Marcel


Stefan


Martina


Böckchen


Mutti 


Dorle


Dorle-Lamm




Samstag, 14. März 2026

Martinique, im Smaragdwald

Der Besuch in der Domaine de L'Emeraude führte uns noch einmal in einen karibischen Regenwald mit angeschlossenem botanischen Garten, sehr viel interessanter als der Jardin de Balata. 

Und weil es so schön war und wir noch einmal diese großartige üppige grüne Pracht genießen konnten, gibt es einen eigenen Eintrag und (Warnung!) jede Menge Fotos.



Es gab blühende Bäume...


Regen...
Strelitzien und andere Schönheiten 
Befestigte Wege....
Kunstvolle Anlagen

Und etwas Kunst 


Der botanische Garten zeigte Heil- und Nutzpflanzen 


Und wir sahen alle vier heimischen Kolibris und einige neue Arten!

Martinique - ein letztes Highlight

Martinique bot uns einen tollen Abschluss und hat uns mit den karibischen Eigenwilligkeiten der vergangenen Inseln versöhnt. 
Die Insel ist im Inneren erstaunlich bergig und grün, zwischen den Hügeln und an der Küste finden sich hübsche Dörfer, natürlich auch jede Menfe Strand. Im Gegensatz zu Guadeloupe begegneten uns überall freundliche, offene und zuvorkommende Menschen. 
Auch Häuser und Straßen machten einen viel gepflegten Eindruck. 

Wir lebten in einem ehemaligen Hotelgebäude im Dörfchen Tartane auf der Halbinsel Caravelle, dessen Zimmer in mehrere Eigentumswohnungen aufgeteilt wurden (Les Studios de la Baie). Wir wohnten in dem lustigen Charme von einem super geschmackvollen, effizienten und funktionalen Studio mit hunderten tollen kleinen Details, die den Urlaub lebenswert machten und einer nebenan liegenden Hotel-Ruine.


Unsere Balkon-Aussicht, bei gutem Wetter sah man bis Dominica!

Promenaden-Spaziergang



Mit einfachen Mitteln schöne Deko erzielen!


Eine weitere besuchenswerte Ruine ist das ehemalige Schloss Dubuc mit anliegender Distillerie. Mit einem Audioguide verbrachten wir dort viel Zeit und lernten, wie vor langer Zeit Zuckerrohr gepresst, Zuckerrohrsaft bearbeitet und gereinigt und aus dem fertigen Zucker Rum gebrannt wurde.
Das Schloss 







Zuckerrohrpresse

Warenhaus 

Die Toilettenspülung ist kein Trinkwasser.

Anschließend wanderten wir durch Trockenwald und Mangroven und waren sehr glücklich, die Martinique Weißbrust-Spottdrossel zu sichten. Davon existieren nur 200-400 Exemplare und die leben nur hier, auf dieser Halbinsel!
Der Leuchturm thront über dem Wald 





Überhaupt ist die Presqu'ile de Caravelle ein echter Geheimtipp, dort gibt es Wald, Strand, Felder und ein kleines Dörfchen auf engem Raum. Die Strände sind nicht überfüllt, die Leute nett, das Wasser dank vorgelagerte Riffe flach und ruhig. Und da man auf der Atlantik-Seite ist, weht auch stets ein kleines oder größeres Lüftchen.
Viele andere Dinge auf der Insel funktionierten ebenfalls, zum Beispiel Essen gehen und Service! 


Zwei Mal waren wir im Ylanga essen: das war toll. Okay, es gibt keine deutsche, duale Berufsausbildung zur Gastronomie-Fachkraft, aber alle waren aufmerksam und engagiert. Vor allem engagiert und interessiert an unserem Wohlergehen waren sie!

Sogar die Strandbar war service-orientiert und verkaufte uns nicht irgendwas zum Mitnehmen, sondern teilte robust und klar mit: "Also diese Mahlzeit essen Sie lieber hier, die braucht Zeit! Oder sie nehmen die zwei einfachen Mahlzeiten, die gehen schnell und lassen sich gut einpacken."
An unserem Strandtag hatten wir eine schöne Aussicht auf den Rest der Insel inklusive dem Mont Pelée:


Ganz rechts der Mont Pelée 


Leider wurde der Beachday dann von einem der häufigen Regenschauer beendet. Aber bei 26°C trocknet alles schnell wieder.
Den Mont Pelée hätten wir gerne ganz bestiegen, aber die Zeit reichte nicht. So besuchten wir im Vorgebirge einen schönen Bergregenwald: dem Smaragd-Wald. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag.

Die einzige Enttäuschung war der Jardin Balata. Da gab es für viel Geld nur Zierpflanzen wie in vielen Vorgärten zu sehen. 

Im Anschluss besuchten wir die Distillerie Depaz und die Stadt Saint Pierre. Beides wurde beim großen Vulkanausbruch des Mont Pelée 1901 nahezu vollständig zerstört. Die ehemalige Hauptstadt der Insel büßte mit der vollständigen Zerstörung auch den Hauptstadtstatus ein. Neue Hauptstadt wurde Fort-de-France. In Saint Pierre überlebten nur zwei Menschen. Unter anderem ein Gefängnisinsasse, der sich zum Zeitpunkt des Ausbruches in dem kleinsten und tiefsten Loch, in der Isolationsgefangenschaft befand.


Palmen, Meer, Zuckerrohr!


Ich ziehe hier ein!


Gefängnisruinen in St. Pierre 




Auf Wiedersehen Martinique! 



Martinique, Freitag den 13. März, ca. 20:55 Uhr