Einige Anekdoten und Erfahrungen:
Überall gibt es Leerstände.
Wer sich fragt: "Warum renoviert das niemand?" Sollte sich auch fragen: "Wer will hier wohnen?"
Mit der Wiedervereinigung folgte die Dein-
dustrialisierung die für viele Arbeitnehmer*innen erst Kurzarbeit und dann die Kündigung bein-
haltete. Leere Industriegebäude zeugen immer noch von diesen radikalen Umwälzungen der 1990er Jahre.
In den Dörfern sind die Gaststätten und Dorfkrüge meistens coronabedingt dicht oder permanent geschlossen oder abgebrannt.
Bei nicht abgebrannten Gaststätten lohnt es sich die Tür zu öffnen. Total dunkle und verfinsterte Gaststätten haben gelegentlich geöffnet.
Auf die Frage: "Warum machen Sie draußen das Licht nicht an, damit man sieht, dass Sie geöffnet haben?"
Wird geantwortet: "Meine Nachbarn wissen doch, wann ich offen hab."
Ab 18 Uhr sind alle Tische reserviert und um 20 Uhr, spätestens 21 Uhr, schließt die Küche.
Hochdeutsch sprechendes Personal kommt aus Polen.
Imbissbuden bieten gerne Döner, Currywurst und asiatische Gerichte gleichzeitig an.
Nicht überall hängt die AfD fragwürdige Plakate auf, in vielen Orten wird dies zusätzlich von der coronaleugnenden Partei "dieBasis" flankiert.
In Angermünde gibt es nicht nur Regenbogenflaggen, sondern auch Flaggen der pansexuellen Bewegung.
In Neuruppin tragen auch junge einheimische Männer Nagellack.
Weiße mit Dreadlocks setzen hier eindeutig sichtbare Signale für kulturelle Vielfalt und für Antirassismus.
Kulturelle Aneignung ist hier eine Spinnerei, von der hier noch nie jemand gehört hat.
Viele Restaurants, Hotels und Gaststätten haben Personalmangel.
Viele Restaurants, Hotels und Gaststätten sind am Wochenende ausgebucht.