Montag, 22. September 2025

Porto

Wir haben in Porto wahnsinnig viel gesehen, gehört und gegessen.

Zu sehen gab es die vielen bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten; natürlich Kathedralen und Kirchen, aber auch beeindruckende Stahlbrücken. Damals der ganz moderne heiße Scheiß 😮


Gehört haben wir viele Musizierende und auch Nicht-Musizierende. So viele gescheiterte Musikkünstler, die sich verzweifelt in Selbstverwirklichung üben, kann es gar nicht geben. Etliche alte und uralte Männer schmeißen ihre Boxen an und lesen vom Notebook Take That Texte ab oder tun so, als wäre das Zerreißen von Zeitungspapier eine Zirkusnummer. Karaoke und Low Budget Performance ist offensichtlich für viele verarmte Rentner die Alternative zum Betteln 😢


Im Restaurant Escondidinho waren wir zwei Mal essen, weil es uns so gut geschmeckt hat. Und weil die Kellnerin Susana weiß, wie Crepe Suzette professionell flambiert wird. Zubereitungsereignisse am Tisch, die von Kanadierinnen ("We are not Americans. We are Canadians!") mit Applaus bedacht wurden 😋


Die Muralha Fernandina ist die alte Stadtmauer. Unmittelbar neben ihr befindet sich die Kathedrale.





Im Zentrum des ältesten Stadtteils, dem Bairro da Sé, thront die Kathedrale, Sé. Das romanische Langhaus ist barock ausgestattet worden, der gotische Kreuzgang im 18. Jahrhundert mit Kacheln versehen worden.




Die Fenster sind noch aus dem Mittelalter...



Man hat vom Turm einen tollen Blick auf die Stadt. 

Der Altar aus 800kg Silber wurde von einem findigen Küster eingegipst, um ihn vor der Plünderung durch napoleonische Truppen zu schützen. Seitdem hat ihn niemand mehr geputzt...


Und es gibt die seltsamste Darstellung des Heiligen Geistes in Tauben(Papageien?)-gestalt, die ich je gesehen habe...

Danach ging es in das Beirro, ein Gewirr kleinster Gassen, indem Verfall und Gentrifizierung buchstäblich nebeneinander liegen. 




Und an den Cais de Ribeira, wo früher die Fische angelandet und verkauft wurden, strömen Touristen in die Fischlokale. Wir auch! Und hatten dabei einen schönen Blick über den Douro auf Vila Nova mit ihren Portweinkellereien.





Und dort, nach einem Gang über die Brücke Luiz I, genossen wir den Sonnenuntergang. 



Allgegenwärtig sind auch die Stahlbrücken.

Die ältere, kleinere Ponte Maria Pia wurde von Gustave Eiffel und Théophile Seyrig geplant und gebaut.

Die Geschäftspartner trennten sich später und Eiffel war in Paris irgendwie abgelenkt, als eine weitere Stahlbrücke errichtet werden sollte. Théophile Seyrig errichtete die jüngere und größere Ponte Luiz I.



Die Ponte Luiz I ist die Attraktion unter den nicht-religiösen Bauten und bietet natürlich auch grandiose Ausblicke über die Stadt.







Über die Ponte Luiz I fährt die Metro.


Direkt unter den Metroschienen ist es laut, lauter und verlassen.


Während einer Boots-Tour konnten wir noch weitere Brücken und Stadtansichten sehen und genießen.





Wer die Ponte Luiz I überquert, steht unter dem ehemaligen Kloster. Von dort führt eine Seilbahn nach unten. 



Kunst gab's auch: 


Und weitere Kirchen bei Tag und bei Nacht. 




Die Kirche neben der Markthalle ist komplett gefliest...

Porto kann auch Jugendstil: 

Und viele weitere Nacht-Ansichten: