Freitag, 4. Januar 2019

Yasuní Nationalpark, Amazonas, Ecuador

Wer verstehen möchte, warum so fantastische und exotische Filme, Kassenschlager und weltweit erfolgreiche Blockbuster und Abenteuer wie Jurassic Park und Avatar im Dschungel spielen, der muss in den Yasuní Nationalpark fahren.
Wer verstehen möchte, wie vielfältig Biodiversität tatsächlich ist, der muss mehrere Tage in der Sacha Lodge verbringen. Die Wochenzeitung Die Zeit schrieb im November 2017, dass dieser Ort die wohl wahrscheinlichste Annäherung an den Garten Eden ist.

Die Anreise begann mit einem rasanten und turbulenten Flugzeugstart in Ecuadors Hauptstadt Quito. Von Angestellten der Sacha Lodge wurden wir in Quito ins Flugzeug begleitet und überquerten die Berge und Bergwinde der Anden. In der ewigen Weite des Dschungels landete das Flugzeug auf einer kurzen Landebahn mit einem energischen Bremsmanöver und die heiß-feuchte Dschungel-Luft schlug uns beim Aussteigen entgegen. Die Stadt Puerto Francisco de Orellana wurde von Spaniern in der Kolonialzeit gegründet und ist inzwischen geprägt von der Erdöl-Förderung in der Umgebung. Der Umstieg erfolgte in ein offenes Langboot mit Außenbordmotor. Mit knatternden Dröhnen begann die Fahrt flussabwärts auf dem Fluss Napo. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h raste das Boot den Fluss hinunter und bescherte allen Mitfahrenden eine Fönfrisur.






Die Fahrt erfolgte in Schlangenlinien an Sandbänken vorbei. Der Fluss Napo ist breit, sehr breit, riesig breit; aber flach. Zwei Stunden dauerte die Zickzack Navigation bis der Bootsanleger der Sacha Lodge erreicht worden ist, dann ging es 20 Minuten zu Fuß weiter, dann weitere 15 Minuten mit einem Kanu. Erst dann wurde der stillste See der Welt und sogleich ein Haus auf Stelzen mit Palmen Reet Dach in einem paradiesischen Ambiente erreicht.


Hoatzins mit wilden Punk-Frisuren knurrten und krächzten und kletterten in der Ufer Böschung. Yellow Rumped Casique schreien, quietschten, flöteten und grollten, während das Kanu bei der tatsächlichen Sacha Lodge anlegte. So schnell wie sie erscheinen, verschwinden diese Vögel jedoch auch.


Innerhalb weniger Tage bekamen wir so viele Vögel, Affen, Reptilien, Amphibien, Schmetterlinge, Ameisen, Käfer und Spinnen zu sehen, das sie Menge schlichtweg unzählbar erscheint. Mit jedem Ausflug betraten wir eine neue Wildnis: Flüsse, Dschungel, Sümpfe, Bäume, Baumwipfel, Seen, Tag und Nacht. Ununterbrochen ertönten neue Geräusche, Laute und Rufe und immer wieder erschienen neue fantastisch anmutende Kreaturen in allen möglichen Größen und Farben. Jedesmal aufs Neue gab es andere Überraschungen. Dinosaurier oder blauhäutige Eingeborene konnten jederzeit hinter einem Baum hervor treten.

Das Staunen nahm kein Ende und gipfelte in der Empfehlung:
"Haltet den Mund geschlossen, während ihr die Tiere in den Bäumen beobachtet, sonst kacken euch die süßen Totenkopfäffchen noch in den Mund."


Sacha Lodge, 3. Januar 2019, ca. 22:20 Uhr

Dienstag, 1. Januar 2019

Wyndham Airport Hotel, Quito


Es gibt nicht nur Eier, sondern ein ganzes Frühstücksbuffet!
Es gibt Klimaanlage UND Heizung.
Es funktioniert sogar alles; sogar warmes Wasser.
Es gibt einen Panorama Blick auf Quito.
Es gibt professionelle Kellner die sogar Englisch sprechen.
Es gibt Nussknacker.
Es gibt Happy Xmas (War is over) von John Lennon als Hintergrundmusik.

Es fühlt sich an, als ob man nach Monaten Karibik, Dschungel und Dritte Welt zurück auf das moderne und internationale Parkett des Reisens katapultiert wurde. Dabei sind wir erst seit zwei Wochen hier!










1.1.19 ca. 8 Uhr

Ecuador - Zwischenstopp Quito

In wenigen Stunden geht's weiter nach Coca und zur Sacha Lodge.


Quito, 1.1.19; ca. 2 Uhr

Neues Jahr, altes Jahr

Sonnenuntergang in Bogotá, Jahresanfang in Deutschland!
Gutes neues Jahr!
Wir feiern in 6 Stunden im Flugzeug...