Freitag, 18. Januar 2019

Hotel Unipark - Guayaquil

Nach fünf Tagen Galapagos-Inseln mit strapaziösen Speedboat-Fährverbindungen zwischen den Inseln und drei Tagen mit pazifischem Fieber und Schnupfen ist die Rückkehr in eine 2,8-Millionen-Metropole eine gewisse Form der Erholung. Zum Glück wurden wir vom Flughafen abgeholt und mussten nicht selber fahren.

Das Hotel Unipark liegt zentral. Architektonisch ist der Anblick von außen auf das Hotel Unipark eine sehr schlichte Angelegenheit. Die Altbausubstanz von Guayaquil wurde beim alles vernichtenden Stadtbrand von 1896 komplett vom Feuer verschlungen. Seitdem erlebte das Stadtbild regelmäßige Veränderungen und hat daher einen ähnlichen Charme wie Frankfurt am Main, mit dem Unterschied, dass die meisten Einwohner Guayaquils um einiges ärmer sind als die Frankfurter und Guayaquil einen größeren Fluss hat, mehr und höhere Hochhäuser vorweisen kann und mit 2,8 Millionen Einwohnern eine Metropole ist. Aus unserem Zimmer im siebten Stock können wir gut rausgucken und haben einen schönen Blick auf den Park mit den vielen Leguanen, dem Simon Bolivar Denkmal und auf die benachbarte Kathedrale.

Das Frühstücksbuffet ist einfach umwerfend: es gibt verschiedene (!) Sorten Brot, verschiedene (!) Sorten gereiften (!) Käse, verschiedene (!) Formen der Eier-Zubereitung, verschiedene (!) Kuchen, es gibt sogar Corn Flakes (!) UND (!) Müsli (!), Kroketten, "Trigillo" aus grünen Bananen, verschiedene (!) Fruchtsäfte, Obst, verschiedene (!) Joghurts und moderne Hintergrund-Musik und Jazz-Interpretationen von Welt-Hits. Das Zimmer ist riesig, es gibt ein riesiges King-Size-Bett und das Warmwasser funktioniert tadellos.

Nach den vielen spannenden Natur- und Lateinamerika-Highlights auf der Avenida de los Volcanos, in Cuenca, und auf den Galapagos-Inseln sind wir froh, in Guayaquil im Hotelzimmer zu entspannen und nix anderes zu verpassen als das Pulsieren einer Metropole.













Guayaquil, 17. Januar 2019, ca. 21:40 Uhr

Dienstag, 15. Januar 2019

Galapagos die zweite aktualisiert

Santa Cruz. Die Insel begrüßt uns nach zweistündiger Überfahrt mit endemischen Pennern auf dem Kai:

Die Insel ist das touristische Zentrum Galapagos'. Im Hochland erwarteten uns große Löcher im Boden, typische Scalesia- Vegetation und jede Menge Riesenschildkröten auf einer Ökofarm.





Auf der Charles Darwin Station sahen wir dann neben Baumopuntien mit Kaktusfinken alle Insel-Varianten der Riesenschildkröten in allen Altersstufen und ein paar Landleguane.





Und danach schwammen wir im seichten Wasser des Pazifiks mit den Meerechsen...

Am nächsten Tag besuchten wir den schönsten Strand der Welt (den wir kennen): Tortuga Bay. Klingt wie aus einem Piratenfilm, fühlt sich an wie Südsee. Staubfeiner Sand, Weite und Seevögel, die neben dir ins Wasser stürzen. Wir erkundeten die Mangroven. Baden und schnorcheln konnten wir in der Bucht nebenan.
Bunte Fische zwischen Mangroven und Lavafelsen. Schnorcheln mit Rochen und Grüner Meeresschildkröte. Unser Guide könnte seine Kernkompetenz zeigen: auf Sachen aufpassen. Nach all den tollen Guides unser erster Reinfall.








Sonntag, 13. Januar 2019

Galapagos, die erste

Strahlender Himmel, 26Grad und leichte Brise. Willkommen auf San Christobal. Fregattvögel am Himmel, Schildkröten im Wasser, schnorcheln im Lava-Riff, Seelöwen am Strand, Meerechsen, zutrauliche Darwin-Finken, Spottdrosseln.









Danach ein Bier am Pool zum Sonnenuntergang.



Nachts gehört der Strand an der Promenade den Seelöwen. Und manche liegen wie Penner auf dem Weg...




Galapagos. Santa Cruz. 13. Januar 2019. verregneter Nachmittag

Freitag, 11. Januar 2019

Avenida de los Volcanes

Die Fahrt auf der Avenida de los Volcanes ist eine Fahrt voller Höhe- und Tiefpunkte.
Von rund 3500 Höhenmeter (Straßenebene) blickten wir hinauf zum Cotopaxi (5897 Meter), zum Chimborazo (6310 Meter), zum Altar (5319 Meter) und zum Sangay (5230 Meter) und blickten hinab in Täler deren Abgründe so steil hinabfielen, dass es uns fragwürdig erschien, wie dort Menschen hingelangen. Nicht nur das Areal der Teufelsnase (Nariz del Diablo) ist eine immense Ansammlung von Serpentinen, Sinuskurven und abenteuerlichen Straßenzuständen, auch weite Teile der ganzen Panamericana del Sur sind eigentlich nur mit einem Jeep zu bewältigen. Wir bewunderten den Todesmut der Einheimischen die mit klapprigen Vans dort rumkurvten während wir in einem Vier-Rad-Antrieb Jeep fuhren und uns zugleich vor den riesigen LKW auf der Strecke fürchteten. Wir sahen viele Fahrzeuge mit Reifenpannen.
Etliche mussten auf der Straße der Vulkane ihr Leben lassen: dutzende Hunde und einige Katzen und fast einhundert Kreuze säumten die rund 400 Kilometer von Lasso bis nach Cuenca.
Die Landschaft wechselte häufig und intensiv. Es war fast unmöglich aus dem fahrenden Auto Fotos zu machen: Schroffe Felsen, riesige Hügel, tiefe Täler, hohe Berge, Weidegründe, Flüsse, Forellenteiche, Magerrasen, Hobbit-Land, Mordor... Wir waren noch nie auf der Alm in Schwaben, auf Irlands Wiesen oder in den Highlands von Schottland; wir sind uns aber sicher: hier ist alles größer, weiter und beeindruckender.

Die Fahrt am Folgetag von Cuenca in den Anden nach Guayaquil an der Pazifikküste war ein Höhen-, Landschaft-, Vegetation- und Klimawechsel der uns zutiefst beeindruckte und uns zugleich zu schaffen machte.

Das Verkehrs-Chaos in den Städten Ambato und Guayaquil kann bewältigt werden, ist aber auch eine Herausforderung für die Nerven und die Autohupe. Hier wird nicht gehupt um "Platz da" zu rufen, hier wird gehupt um "ich bin hier" zu signalisieren.

Flughafen Guayaquil, 11.01.2019 ca. 11 Uhr