Donnerstag, 12. August 2021

Quer durch Brandenburg

Bald geht's los: Einmal quer durch Brandenburg. Als Grundlage dient mir das Tourenbuch "Historische Stadtkerne" von Bikeline aus dem Verlag Esterbauer. Die drei Touren werde ich zu einer großen Tour verbinden. Allerdings werde ich den Berliner Stadtraum mit der S-Bahn überbrücken: ich will ja Brandenburg sehen und nicht Berliner Autoabgase schnuppern.


Somit führt mich die Strecke unter anderem durch folgende Städte und Dörfer:

Strausberg

Wriezen

Bad Freienwalde (Oder)

Neuglietzen (Staatsgrenze zu Polen)

Stolpe

Angermünde

Templin

Zehdenick

Burgwall

Stechlin

Rheinsberg

Zechlin

Sewekow (Landesgrenze zu Mecklenburg Vorpommern)

Wittstock/Dosse

Pritzwalk

Perleberg

Lenzen (Elbe) (Landesgrenze zu Niedersachsen)

Wittenberge

Havelberg

Neustadt/Dosse

Wusterhausen/Dosse

Neuruppin

Kremmen

Oranienburg


Auf der Landkarte sieht das dann so aus:


Von A1 bis A21, von B8 bis B16, von C6 bis C26, von A31 bis A37.

Änderungen vorbehalten 🙂






Sonntag, 18. Juli 2021

Park Branitz


Während Park Muskau mit imposanten Blickachsen beeindruckt glänzt Branitz durch seine Anlagen: Erbschloss, Pyramiden, Lustgarten ("Pleasureground") und Rosentreppen.



Das Erbschloss


Sichtachse aufs Erbschloss







Die Wasserpyramide: Grab von Fürst und Fürstin Pückler

Die Landpyramide


Sichtachse auf die Landpyramide


In dieser idyllischen kleinen Sichtachse erscheint jenseits des Brückchens dieses schöne Gebäude:

Madonna Figur im Giebel des Esel-Stalles

Auf diesem schönen Gebäude thront nicht nur das Christuskreuz, auch die Mutter Gottes mit dem Christuskind auf den Arm ziert den Giebel. Regelmäßig läutete die Glocke um die Bewohner dieser Esel-Stallung von der Weide zurück in den Stall zu rufen.

Die christlichen Mitmenschen waren über diesen Humor von Fürstin Lucie Pückler nicht unbedingt amüsiert. 

Fürst Hermann Pückler richtete sich beim Schloss in den beschatteten Laubengängen einen "Pleasureground" ein. Er selbst nutzte diesen Anglizismus "Pleasureground" um den Lustgarten zu umschreiben. Das Plaisier des Fürsten war in dieser Kreativphase auch von Bronzefiguren geprägt, deren binäre Geschlechtszuordnung, trotz Peniserscheinung, Spielraum zu ließ. Ob cis, androgyn, trans* oder nicht-binär: Kein Mensch ist genital!













Braunkohle Dysfunktion vs. Windkraft Erektion






Alles was man hier sieht,  war einst ein Dorf und ein Gutshof. 400 Menschen einfach enteignet und umgesiedelt. Geblieben ist nur zur Erinnerung ein wiederaufgebautes Gutstor...

 

Das Optimistischste von Forst (Lausitz) ist dieser Schlagballspieler

Das Optimistischste von Forst (Lausitz) ist dieser Schlagballspieler










Krieg und wirtschaftlicher Niedergang haben tiefe Wunden gerissen, die immer noch zu sehen sind. Fabriken und Villen sind verfallene Ruinen mitten in der Stadt. Weder DDR noch BRD hatten Geld, Zeit und Interesse daraus was zu machen. Östlich der Neiße wurden ganze Stadtviertel nach dem Zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht. Die neuen Besitzer des Ostufers wollten unmissverständlich klar machen: das Ostufer ist nicht mehr Teil von Forst und auch nicht mehr nazi-deutsch. Nur noch die Brückenruinen erinnern an Schuld, Krieg und Verlust.