Montag, 16. August 2021

Die Oder, das Oderbruch und Stolpe

Auf jedem Teilstück der Oder und der Neiße stelle ich immer wieder fest, wie entzückend und beruhigend die Landschaft ist: Kfz-freie Radwege, Wiesen, Schilf, Fluss, gelegentlich Bäume... Idyllisch, flach und ruhig.






Vögel gibt's auch: Störche, Graureiher, Stare, Enten, Schwäne um nur einige der üblichen Verdächtigen zu nennen. Zur Zeit, nach der Brutsaison, ruhen sich die Elterntiere aus und verzichten auf Gesang, Balzrufe und Revierkämpfe. Es gab relativ wenig zu sehen.

Doch heute habe ich einen Seeadler (!) gesichtet! Eindeutig: weißer Schwanz, weißer Kopf und riesig! Majestätisch! Das Mitnehmen meines Fernglases hat sich allein schon für den Seeadler gelohnt.


Nach einigen Kilometern erschien dann der Grützpott am Horizont: der Stolpeturm.


Von dort oben kann eine sehr schöne Aussicht über die Oder und das Oderbruch genossen werden.






Ich bin nun in Angermünde angekommen und bleibe hier zwei Nächte.


Und wer sich für dänische Turmburg-Architektur, die sich an den englischen Motte-and-Baily-Anlagen des 12. Jahrhunderts orientiert, interessiert, wird auf folgenden Fotos Wissensdurst stillen können:












Sonntag, 15. August 2021

An der Oder

Nun bin ich am östlichsten Punkt meiner Reise angekommen: die Oder.
Beim Dorf/Ortsteil Hohenwutzen führt eine Brücke über die Oder. Ich war auch kurz in Polen. Dort liegt ein Gewerbegebiet und diverse leerstehende alte Lagerhallen aus Backstein und die Werbebotschaften sind alle in Deutsch verfasst: Zäune, Bautätigkeiten, Markthalle und so ähnliches Zeug.





Hohenwutzen ist klein, idyllisch und langweilig. Zum Glück hat mein Hotel WLAN (also im Erdgeschoss, nicht auf dem Zimmer, da ist auch nix mit 4g, 3g oder so). Und ab 19 Uhr ist die Küche kalt.




Morgen geht's ein paar Kilometer in Richtung Norden und bei Stolpe biege ich dann ab in Richtung Westen: zur Elbe

Eine Perlenkette aus Feldsteinkirchen

Von Stausberg bis Bad Freienwalde sind mir eine ganze Reihe an Feldsteinkirchen und Schlösschen und Auge gefallen. Auch diverse Häuser in den Dörfern wurden sie Feldsteinen errichtet. Häuser wie Kirchen wurden im Lauf der Zeit mit Backsteinen ergänzt oder nach Zerstörung auch ganz neu gebaut.

Schlösschen und Herrenhäuser gab es ebenfalls mehrere zu sehen.

Klosterdorf:




Prädikow:







Irgendwie modern, aber nicht renoviert.



Im wahrsten Sinne des Wortes: Am Storchennest



Gehöft


Reichenow:
Die Kirche Reichenow versteckt sich etwas

Schloss Reichenow




Möglin:



Grab von Albrecht Daniel Thaer


Kunersdorf:









Die Kunersdorfer Kirche erinnert ja ein bisschen an ein Schneckenhaus 😀


Biesdorf:






Wriezen:


Marienkirche

St. Laurentius



Altranft:





Bad Freienwalde:


St. Georg Konzerthalle

St. Nikolai


St. Nikolai

Schloss Bad Freienwalde



Auf dem Weg nach Hohenwutzen kam ich noch am Fontanehaus vorbei:








Am Wriezener Bahnhof

"Excuse me please, is this here 'Am Friezzener Banhoof'? It's my first visit in Berlin, you know. I'm looking for the Berghain..."






"Is this the Berghain? I was told it's inside of an old industrial building...?"