Mittwoch, 18. August 2021

Friedrichswalde - Danke godspot

Ein kurzer Zwischenstopp in Friedrichswalde bei Kaffee und Kuchen ist eine willkommene Pause. Glücklicherweise gibt es hier noch einen geöffneten Bäcker.

Friedrichswalde ist sehr jung und wurde unter Friedrich II. mit Untertanen aus Esselborn und Umgebung gegründet.

Flamen zogen später ebenfalls hierher und produzierten Holzschuhe, die damals gut zu verkaufen waren.

Hier wie andernorts stehen Backsteinkirchen in der Mitte des Dorfes, die sich alle recht ähnlich sehen... Es ist zu bemerken, dass die Backsteinkirchen alle in einem ähnlichen Zeitraum bei ähnlichen ästhetischen Ansprüchen entstanden sind. Gleichzeitig betreibt die evangelische Kirche hier aktive Infrastrukturförderung: freies WLAN im godspot 🙂








Mein taz Rad Comfort

Mein Fahrrad kommt ohne Akku und ohne Motor aus und begleitet mich schon seit rund fünfzehn Jahren. Die dicken Reifen sind im Innenstadt-Verkehr auf Kopfsteinpflaster natürlich besonders komfortabel luftgepolstert, bieten jedoch auch einen hohen Fahr- und Rollwiderstand. Mit diesem Rad bin ich schon zur Ostsee nach Rostock und weiter an der Ostsee nach Stralsund geradelt.

Es ist also eine ruhige Reise auf der ich ausreichend Zeit finde die Landschaft zu betrachten.






Dienstag, 17. August 2021

Angermünde

Zum Ende des zweiten Weltkrieges hatte Angermünde Glück: Laut Wikipedia Artikel liefen "am 27. April 1945 der Bäckermeister Miers und der Juwelier Nölte [...] den anrückenden sowjetischen Truppen entgegen und übergaben [...] kampflos die Stadt. Angermünde blieb dadurch von Kriegszerstörungen verschont."

Die Stadt ist eine historische, wilde Mischung aus uralten Feldsteinbauten (Stadtmauer und Burgruine), Feldstein-Ziegelstein-Mischbauten (Marienkirche und ehemaliges Kloster), Fachwerkhäusern, Gründerzeitbauten und Neubauten. Da in der Nachkriegszeit anscheinend Wohnraum vorhanden war, sind kaum Plattenbauten im Innenstadtbereich errichtet worden. Ich möchte fast meinen, gar keine DDR-Architektur wahrzunehmen.

Stadtmauer und Pulverturm aus Feldsteinen und Ziegelsteinen. Der Pulverturm ist seit 1850 (!) von Störchen bewohnt.

Das ehemalige Franziskanerkloster, sehr schön sind die diversen baulichen Erweiterungen zu erkennen.

Manche Bauerweiterungen führten zu Umgehungslösungen über die heutige Brandschutzbeauftragte und Fluchtwegplanende entsetzt wären 😀

Hübsch, aber auch mit Leerstand 🙁



Am Markt (Blick nach links)

Ebenfalls am Markt (Blick nach rechts)

Hinterm Bahnhof

Doch Globalisierung und Corona reißen auch hier Wunden. Mein Hotel kann keinen Restaurantbetrieb anbieten, da das Personal während der Pandemie sich andere Verdienstmöglichkeiten suchte. Während einige Hotels voll ausgebucht sind, haben andere Hotels Personalmangel und leere Zimmer. Das Restaurant am See steht zum Verkauf: "betriebsbereit"; Die Tischdecken liegen noch auf den Tischen und die Weingläser und Cognacgläser hängen poliert über dem Tresen.


Dabei ist die Seepromenade sehr hübsch: Stege, Wege, Kunst, Spielplätze, Trimm-Dich-Pfad... Es gäbe ausreichend Gelegenheit hier zu verweilen.



Andererseits: nach einem Tag hat man in der Innenstadt fast alles gesehen. Es gibt noch ein Heimat-Museum und einen Tierpark... Eine Rundfahrt um den See... Ausflüge in die Umgebung... Meine Ausflug führt mich am Mittwoch nach Templin.


Zum Schluss noch ein Fun Fact für Navi Nerds: Angermünde liegt auf dem 14. Meridian östlicher Länge.




Optik vom Mehringplatz

Meine coolen Brillen habe ich übrigens von meinem Optiker am Mehringplatz https://www.mehringplatz.de/.

"Selbsttönend" heißt das Zauberwort bei Sommerwetter!




Und mein Fernglas, mit dem ich auf Vogeljagd gehe, ist ein Nikon Sporter Ex 10x50.