Samstag, 21. August 2021

Kagar bei Rheinsberg


Wie viele Ereignisse hab es vor 1900 und wie viele nach 1900?


WLAN in der Pension ist kaputt und 4G gibt's an der Bushaltestelle gegenüber von "Anke's Konsum".

Gut Zernikow, Burgwall und Marienthal

Auf dem Weg nach Kagar bei Rheinsberg durchquerte ich Burgwall, Mariental und Zernikow.

Burgwall und Marienthal zeigen, dass auch die kleinen Dinge, wie niedliche Bötchen oder eine kleine Gulaschsuppe das Herz und den Magen erwärmen können.




Das Gut Zernikow war das Highlight auf der Strecke, denn hier befand sich die Seiden Produktion Preußens aus dem 18. Jahrhundert. Seide war selten und teuer und wurde hauptsächlich in China produziert. Dies hat mehrere Gründe. Ein Grund war unter anderem, dass die chinesischen Behörden ein  Exportverbot für die Seidenspinnerraupe aussprachen und illegale Exportversuche mit der Todesstrafe sanktionierten. Irgendwann gelang es doch noch Seidenspinnerraupen und deren Nahrung, den Maulbeerbaum, nach Europa zu bringen. Michael Gabriel Fredersdorf, Schatzmeister von König Friedrich II., errichtete in Zernikow eine Maulbeerbaumplantage, züchtete Seidenspinnerraupen und produzierte Seide.

Und dies sind diese berühmt berüchtigten Maulbeerbaumbäume:


Heute gibt es auf dem Gut eine kleine Gastronomie. Heute hatte ich ohnehin viel Glück mit der Lebensmittelversorgung unterwegs. Erstens habe es Gastronomie und zweitens hatten diese auch geöffnet 


Ich habe auf anderen Radtouren schon ganz andere Sachen erlebt. Verwitterte Dorfkrüge, oder das Fahrradcafé in Stolpe: vor zwei Monaten hatte das Fahrradcafé noch existiert, nun ist's zu. Und Sätze wie "Den Grill machen wir erst um 18 Uhr an" oder "Kuchen wird erst nächste Woche geliefert" ergänzt um "Nein, Snickers wird auch erst nächste Woche geliefert" oder "um 19:30 Uhr schließt die Küche" habe ich in Brandenburg schon alle gehört.


Es gab also Essen und Cidre in Zernikow:



Und hübsche Gebäude:










Und Infotafeln:










Freitag, 20. August 2021

Hindenburg, Hammelspring und Vogelsang

Was klingt wie eine Reise durch Kaiserzeiten, parlamentarischen Abstimmungsprozessen und Gezwitscher sind drei Dörfer zwischen Templin und Zehdenick.

Es hat aufgehört zu regnen, es nieselt nur noch.

In Vogelsang biege ich ab nach Burgwall und werde Zehdenick auslassen.

Zehdenick habe ich bereits zwei Mal besucht und die Trampelpfade zwischen den gefluteten Tonstichen möchte ich bei diesem Wetter nicht befahren. Die sind ja schon bei trockenem Wetter von alleine feucht. Dafür ist diese ehemalige Ziegelei-Metropole heute ein sehr schönes Naturidyll.

 

Aussicht; Wind und Wetter; 70 Kilometer

Frühstück im Landsitz Hotel Templin

Die hübsche Aussicht am Frühstückstisch möchte ich nicht vorenthalten. Das Landsitz Hotel liegt ja jwd am Wald. Es ist hier so still, dass ich bei offenen Fenster den Regen auf die Baumblätter hab fallen hören.
Dummerweise hat mich das geweckt und ich bin heute morgen etwas zerknirscht.

Ich hoffe mal, Wind und Wetter sind gnädig. Bei den 70 Kilometern heute wären Gegenwind und Regen doch, gelinde gesagt,  tendenziell als suboptimal zu bezeichnen.



Update 9:30 Uhr.
Seit einer Stunde regnet es ununterbrochen... 😒