Dienstag, 6. Januar 2026

Irazú - Cartago - Lankester

Heute besuchten wir drei Orte: den Vulkan Irazú, die weiße Kathedrale von Cartago und den Botanischen Garten Lankester in Cartago.

Vulkan Irazú (3432 m)

Bis zur Besucherebene auf 3320 Höhenmeter wurden wir gebracht. Irazú hatte 1963 seinen letzten großen Ausbruch und bedeckte fast ganz Costa Rica mit Asche. Über Monate aschte und aschte der Vulkan auf das Land nieder. Unsere Reiseleitung beschrieb es wie Schnee, der in Deutschland im Winter fällt. Tagtäglich wurde Asche von Straßen und Häuserdächern gefegt.

Die Ebene war mit schwarzen Sand bedeckt, bot einen Blick in den großen Krater und war auf der anderen Seite mit großem Buschwerk gesäumt. Mal war es klar, mal krochen Wolken und Nebel über die Ebene.








Dort oben sichteten wir die nächsten drei Vogelarten, die für diese Höhe auch sehr spezifisch sind und eine auch endemisch ist:
Der Volcano Hummingbird (Variante Irazú), der Volcano Junco und der Sooty Thrush.

Zwischenstopp bei einem Café zwischen Kartoffelfeldern:


Basilica de Nuestra Señora de Los Ángeles

In Cartago besuchten wir die weiße Kathedrale. Die liegt auf dem Weg.
Sie ist die wichtigste Wallfahrtskirche Costa Ricas und hat eine schöne Holzdecke.


Botanischer Garten Lankester

Der Botanische Garten Lankester entstand, als ein reicher Amerikaner seine riesige Orchideen Sammlung der Universität von Costa Rica vermachte. Heute kann man dort auch Bromelien, Farne. Kakteen und einen kleinen Urwald bewundern. Außerdem Vögel, unter anderem Tukans. Damit haben wir bereits 30 Vogelarten eindeutig identifiziert (und einige weitere unbestimmt gesichtet).



















Über die Panamericana führten läppische 55 Kilometer zu einer zweistündigen Fahrt: einspurige Serpentinen und Serpentinen in stockdunkler Nacht erfordern Geduld und Geschick. Glücklicherweise haben wir einen Busfahrer, der dafür bezahlt wird, mit den Serpentinen und den anderen Verkehrsteilnehmern Geduld zu haben. 

Die Trogon Lodge liegt unmittelbar neben dem Los Quetzales Nationalpark. Morgen früh beginnt um 5:30 Uhr die ornithologische Exkursion!


Trogon Lodge, Montag, 5. Januar, 20:12 Uhr 

Montag, 5. Januar 2026

San José 1

Heute besuchten wir mit unserer Reisegruppe (12 Personen) einen Bauernmarkt bei San José. Wir bekamen Gelegenheit viele reife tropische Früchte zu probieren. Für unser Abendessen haben wir uns einen Obstkorb zusammengestellt.


Reife grüne Orangen und Mandarinen. Unsere Reiseführerin Ana brachte es auf den Punkt:,,Unsere Orangen sehen nicht so toll aus, aber sie schmecken super!"

Pura vida!


Guaven ähnliche Beeren

Tamarindenmus

Anschließend besuchten wir das Nationalmuseum:

Die ehemalige Festung Bellavista wurde in Rahmen der Entmilitarisierung von Costa Rica 1948 außer Betrieb genommen. Wobei, eine Festung namens "Schöne Aussicht" klingt ja ohnehin eher nach "schöner wohnen" als nach "härter kämpfen". Heute beginnt ein Besuch im Nationalmuseum im Schmetterlingsgarten der ehemaligen Festung. Eine passende symbolträchtige Umwidmung.




Selbstverständlich wurden auch Kunstwerke der indigenen Bevölkerung ausgestellt. Wie fast überall auf dem amerikanischen Kontinent haben europäische Eroberer und europäische Krankheiten die Indígenas nahezu ausgelöscht. Dies ist hier umso tragischer, da es ohnehin nur wenige schriftliche Überlieferungen gab, das mündliche übertragene Wissen verloren ging und die Kunstwerke nur vage interpretiert werden können.












Hinter dem Denkmal für den Präsidenten,  der das Militär abschaffte,  das Parlament. Von außen hässlich, aber innen ein geschickt durch Wind und Schatten energie-effizient gekühltes Gebäude.

Zur Mittagszeit besuchten wir einen örtlichen Künstler, der die traditionellen Masken für die Maskenumzüge am 31. Oktober herstellt. Eine kleine Musikdarbietung wurde auch gegeben und wir durften dort "Verheiratetes" speisen, wie das Mittagessen hier heißt. Und verheiratet werden Bohnen und Reis, dazu diverse Eintöpfe mit Gemüse und/oder Fleisch. 



San José,  4. Januar 2026, 17:16 Uhr