Sonntag, 5. November 2023

Natur und so

Hauptsächlich besteht die Insel ja aus Steinen und Dreck - oder auch Lavaformationen unterschiedlichster Farbe (braun, rot, schwarz) und Erosionstufen (Sand, Pilli, Geröll, Felsen). Dazwischen wächst manchmal was und öfter fliegt was drüber.

Am häufigsten sieht man Kanarenpieper auch auf den einsamsten und lebensfeindlichsten Geröllhalden huschen. Man fragt sich, wovon die sich ernähren.

Der Iberien-Raubwürger hingegen ernährt sich ziemlich sicher von kleinen Eidechsen und größeren Insekten und hätte auch in unserem Haus gern die eine oder andere Kakerlake erbeuten können.



Sonst sieht man Kolkraben akrobatische Luftspiele veranstalten, ebenso die Turmfalken. Sie alle sind hier als lokale Unterarten zu finden.

Am Meer trifft man die eleganten Mittelmeermöwen, schöne Seidenreiher und trillernde Regenbrachvögel. Dazu kommen Sandregenpfeifer, Seeregenpfeifer und Überwinterungsgäste wie Sanderling und Grünschenkel. Neu sind die Rostgänse an den Salinen zu finden. 


Die Pflanzenwelt ist überschaubar. Interessant ist die Küstenregion mit vielen Halophyten, die mit Trockenheit, Hitze und Salz gleichermaßen auskommen. 






Balsam-Wolfsmilch

Früchte

Blüten


Daneben wird Wein in Gruben, hinter Mauern oder in gemauerten Gruben angebaut,  stets mit schwarzer Lavapilli bedeckt. Letzteres lässt Tau kondensieren und schützt zugleich vor dem Austrocknen.


Die Aloe Vera hat die Opuntie als Wirtschaftsfaktor abgelöst. Wo einst die Schildläuse der Feigenkakteen den roten Cochenille-Farbstoff lieferten, wird jetzt Aloe in Gels, Cremes, Seifen und Duschgels verarbeitet.




Opuntien tragen aber Früchte, die man pflücken und essen kann - Vorsicht Stacheln!




In der Steppenlandschaft. 


Kleinia


Asteriscus, Goldstern


Kameldorn - Gruß aus der Sahara.




Drachenbäume, riesige Euphorbien und Obstbäume gepflanzt und bewässert.




Papaya und Pitaya-Kaktus




Freitag, 3. November 2023

Wo sind wir hier nur gelandet?

Weiße, meterhohe Wellen zerschmettern alles auf schwarzen Felsen. Zehn, Fünfzehn Meter hohe Gischt sprüht über den Basalt. 





Tote, rote, unversehrte Krabben kleben auf den Steinen. Wieso sind die Krabben tot? Wieso zeigen sie keine Fraßspuren? Wurden sie von den Wellen an Land geworfen und binnen Sekunden von der Sonne auf den schwarzen Felsen zu Tode gedörrt?



Ist dies der Anfang der Zeit oder das Ende der Welt?

El Risco de la Caletita.

Wer hier einsam wandert erfährt ein Spektakel der Urgewalten.



Der Playa de Janubio bietet im Gegensatz ein fast schon entspanntes Kieselsteinstrandfeeling. 

Es gab spannendes Strandgut zu entdecken:


Grüne Olivine






Baden tut hier niemand. Und wenn doch, dann zum letzten Mal.




Dekorative Felsen

Mitten auf der Insel, an der Straße zwischen den zwei Orten mit den weißen Häusern, stehen Felsen. Durch Vulkankraft gepresst und gegossen, von Erdbeben zerzaust, von Wind umpfiffen und von kleinen Kindern zu klump gehauen.

Was davon übrig ist, eignet sich prima für Fotos: