Sonntag, 28. September 2025

Sagres

Am Mittwoch den 24. September besuchten wir Sagres. Je nachdem, wie darauf geblickt wird, befindet sich dort der Anfang oder das Ende von Festland-Europa, das Ende der Welt oder doch nur ein Leuchtturm in der Europäischen Union, die sich bekanntermaßen bis zu den Kanarischen Inseln und den Azoren erstreckt. Auf jeden Fall befindet sich dort eine Würstchenbude, die stolz von sich behauptet, die letzte Bratwurst vor Amerika zu servieren. 

Unser Besuch begann mit der Besichtigung der Festung:




Es war auch möglich Spaß-Bilder zu produzieren:




Die Festung selbst wurde nur auf der Landseite errichtet. Die Seeseite besteht aus fünfzig Meter hohen Steilklippen (oder höher) und es wurde sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, eine Alibi-Mauer zu errichten. Wer bei der Wache über den Klippenrand fiel, konnte die Alpenkrähe von unten betrachten:

Die Steilküste ist allgegenwärtig:










Natürlich besuchten wir den besagten Leuchtturm:



Und die Reste der kleinen Festung: 


Und zum Schluss besuchten wir den Strand:


Lagos

In der kleinen Stadt haben die Phönizier,  Römer und Mauren geherrscht, die großen portugiesischen Entdecker starteten Expeditionen in die noch unbekannte Welt und der legendäre König Sebastian den letzten Versuch, das Weltreich in Afrika vor dem Zerfall zu bewahren.

Heute strömen Touristen durch die engen Gassen und die Stadt breitet sich mit Urbanisationen entlang der Küste aus.

Neben viel Touristen-Nepp finden sich immer wieder kleine Läden mit hübschem Kunsthandwerk, neben lauten, überfüllten Plätzen ruhige Seitengässchen.

Über die kleine Zugbrücke gelangt man am neuen Yachthafen in die Altstadt.



Ein Oktopus erinnert an ein großes Problem...




König Sebastian - der Künstler scheint nicht viel Hoffnung in ihn zu setzen 


Am Plaça Dom Henrique war einst der Sklavenmarkt. Heute singt dort eine Weiße schwarzen Soul und in der Kirche gibt es arabische (maurische) Fliesen....





Aber Lagos war und ist eben auch eine Stadt der vielen Kulturen, der Fremden, der Seeleute und Heimkehrer, bewacht vom kleinen Fort und den Leuchtfeuern, die noch immer den Fischern den Weg in den Hafen weisen!




Da lang nach Amerika!




Dienstag, 23. September 2025

Porto modern - Museu Serralves

Berühmt ist Porto zwar für seine Altstadt, die Prachtboulevards und alten Kirchen,  aber es gibt auch ein modernes Porto zu entdecken. 

Von Art Deco bis Brutalismus, moderner Kunst bis Graffiti, alles dabei.




Casa de Musica






Die modernen Skulpturen haben uns nicht immer überzeugt, wie dieser Johannes der Täufer.

Playmobil? Mindcraft?
Und das ist dann wohl ein Pilz!? (hüstel)


Völlig überzeugt hat dagegen die moderne Metro, nicht nur wegen des zuverlässigen 5-10 Minutentakts bis in die Nacht, auch die Gestaltung in Anlehnung an die Azulejos waren gelungen.



Nicht überzeugt haben die Busse, aber irgendwann haben wir es nach Serralves geschafft, ins Museum für zeitgenössische Kunst. Und das hat sich gelohnt!

Tolles Gebäude, schöner Park mit Skulpturen und interessante Ausstellungen. 




In der Art Deco Villa im Park setzte Maurizio Cattelan seine etwas verstörenden Skulpturen großartig in Szene.





Und draußen im Park gab es mehr zu entdecken - an Natur und Kunst (Oldenburg, Eliasson u. a.).








Und auch die Treppe unseres 70er Jahre-Hotels hatte es uns angetan...