Mittwoch, 4. März 2026

Guadeloupe - La Soufrière

Neben Stränden und schönen Küsten hat Basse-Terre auch die höchste Erhebung der kleinen Antillen zu bieten, den Vulkan La Soufrière mit 1467 m.  Natürlich wollten wir da rauf und den ihn umgebenden Nationalpark besuchen. Wir waren früh aufgestanden und standen erst einmal im Stau. Und als wir ankamen, regnete es. Und die extraleichten Regenjacken, die wir für derartige Situationen vorher gekauft hatten, lagen natürlich noch im Koffer. Wir machten uns unverdrossen auf den Weg, ignorierten die Pools mit warmem Thermalwasser (hatten wir in Costa Rica zwei Mal) und stiegen durch dichten, aber niedrigen Bergregenwald auf. Nach einiger Zeit änderte sich die Vegetation abrupt, statt Bäumen gab es niedrige Sträucher, Bromelien und Farne; aus Regen wurde dichter Nebel. Wir waren jetzt in den Wolken.






Bärlappgewächse



Der Vulkan brach das letzte Mal 1976 aus, ohne dass es zu größeren Schäden kam. Dass er noch immer aktiv war, konnten wir an den Schwefelgasen riechen, das an einigen Stellen austritt. 


Wir kraxelten bis zum Gipfel, während Herbert auch die letzten Meter gegen den heftigen Wind bis zur höchsten Stelle kletterte, blieb ich der bunkerartigen Schutzhütte. Dort flog zu unserer Überraschung auch ein Kolibri herein, um an den mineralienreichen feuchten Betonwänden zu lecken. Selbst an diesem stürmischen, feuchten Ort brummt der kleine Vogel herum!



Während des Abstiegs war es trockener, sogar die Sonne brach zeitweise hervor, zerteilte den Nebel und gab den Blick bis zum Meer frei. 




Als alternative Route wählten wir einen asphaltierten Wirtschaftsweg, der durch sehr dichten Regenwald führte. Mungos liefen uns über den Weg und die seltene Schnurrbart- Erdtaube.

Nach vier Stunden wieder am Parkplatz angekommen, schien dann endgültig die Sonne...

Der frühe Vogel wird nass!

Guadeloupe, 4. März 2026, 17:52 Uhr



Sonntag, 1. März 2026

Saint-Martin

Auf der Insel St. Martin liegen das niederländische Sint Maarten und das französische Saint-Martin.

Während wir eine Ewigkeit darauf warten mussten, dass unser Mietwagen zur Verfügung gestellt wurde, durften wir im Büro der Mietwagenfirma folgendes Schild lesen:

Nachdem es uns gelungen war, unsere Gewaltfantasien in Zaum zu halten, um in dieser inkompetenten Firma die Arbeitsmoral nicht durch Peitschenhiebe zu erhöhen, hatten wir nach 90 Minuten Wartezeit endlich die Autoschlüssel in den Händen. Schnell fuhren wir zu unserer Unterkunft am französischen Oyster Pond in Saint-Martin.



Die unmittelbare Nachbarschaft war überraschend ruhig.



Wir entspannten uns mit Netflix, Lesen und Wein aus dem Supermarché.

Beim Einkaufen entdeckten wir einige schmucke Häuschen:


Die Doppelinsel gehört zu den Inseln über dem Wind, das heißt, dass regelmäßig Hurricans über die Insel fegen. Der letzte große, genannt Irma, zerstörte die Marina und das angrenzende Ressort unterhalb unserer Anlage.

Bildmitte die zerstörte Marina, rechts die grünen Dächer unsere Unterkunft 

Die Hotelanlage markiert die niederländisch-französische Grenze



Die Winde bringen aber auch regelmäßig Regen, die Insel mit ihren grünen Hügeln war ein echter Kontrast zu den trockenen ABC-Inseln. Die Küstenvegetation mit Kakteen und Akazienbüschen erinnerte ein wenig an Bonaire, besonders, als dort auch wilde Esel auftauchten...





Und wir aßen lecker Abendessen!



Dienstag, 24. Februar 2026

Bonaire

Bonaire ist unter den ABC-Inseln wohl die ruhigste, so wirkte es zumindest. Die Insel wird vor allem von Wassersportfans besucht, ab und zu macht auch ein Kreuzfahrtschiff an (vor Curaçao waren es auch mal drei auf einmal). Alles ist etwas kleiner und überschaubarer; die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Küste mit ihren Korallenriffen.


Am ersten Abend genossen wir den Sonnenuntergang mit gutem Essen und Blick auf Kralendijk. 


Die dem immer wehenden Nordostpassat zugewandten Küste ist rau...


Aber es gibt stille Lagunen wie Lac Bay...



Conchas - Meersesschnecken sind eine beliebte Spezialität 

So beliebt, dass sie nun aus anderen Ländern importiert werden müssen. 


Auf der rauheren Seite der Bucht sind Kitesurfer unterwegs.

Salz war einst das wichtigste Produkt der Insel, noch heute wird es in den Salinen an der Südspitze gewonnen. Davon profitieren die Flamingos und andere Wasservögel, die in den Salztümpel nach Nahrung suchen. Wir freuten uns über die Farbenspiele, türkises Meer, milchblaue Lagunen mit pinken Flamingos und rötliche Salzlaken.

Rechts hinten die Salzberge




Was auf den ersten Blick so pittoresk erscheint...

...sind Häuser der Sklaven, die einst das Salz ernten mussten.
 
Neben den Flamingos sind Esel, die halbwild auf der Insel leben, die berühmtesten Tiere der Insel. Sie kommen auch gern mal an die Straße, vielleicht hat ja jemand was zu fressen übrig?!



Das Innere der Insel ist trocken und wird von riesigen Kakteen bestimmt. 
Salzpfanne neben den Mangroven


Kakteen werden hier vielfältig genutzt, als Zaun...

...oder man kann Likör und Schnaps draus machen!



Aber das beste war das Schnorcheln,  nur wenige Meter vom Strand entfernt lagen Korallenriffe mit bunten Papageifischen, Riffbarschen und vielen anderen.


1000 steps-beach, zumindest fühlt es sich so an, wenn man seine Tauchausrüstung dabei hat!

Kein Sand, sondern Korallenschutt

Am letzten Abend gab es bei unseren Schweizer Gastgebern des Sonrisa Hotels noch Original Käsefondue!

Auf Wiedersehen Bonaire!


Oyster Pond, Saint Martin, 24. Februar, 15:53 Uhr