Freitag, 18. Januar 2019

Galapagos, die dritte

Isabela ist die größte und vielleicht interessanteste Insel. Nahezu unbewohnt, die ca.2200 Menschen wohnen fast alle im Hauptort Puerto Villamil, nimmt sie mehr als die Hälfte der Landmasse des Archipels ein und ist mehr als doppelt so groß wie Teneriffa. Da ihre Vulkane noch immer aktiv sind, wächst sie stetig weiter. Zugleich trennen die Vulkane die Teile der Insel und sorgen so für die Ausbildung besonders vieler Arten und Unterarten. Der Blick vom Aussichtspunkt über die menschenleere Insel ist beeindruckend.




Wir hatten ein wunderbares, charmantes Hotel mit leckerer, regionaler und doch leichter (!) Küche. Unser (wieder sehr guter) Guide führte uns durch Mangroven und Trockenvegetation zur "Mauer der Tränen", ein einst von deportierten Strafgefangenen unter unglaublichen Qualen im Nirgendwo errichtetetes, absolut sinnloses Monument menschlicher Grausamkeit.



Wir freuten uns über Schildkröten am Weg und einen Kaktusfink, der seinem Namen alle Ehre machte.




Danach ging es zur Lagune. Deren warmes Wasser ist ein beliebter Echsen-Pool. Das Highlight waren aber die Flamingos. Außerdem sahen wir Galapagos-Austernfischer, Bahama-Enten und Stelzenläufer.





Am nächsten Morgen ging es mit dem Boot in die Bucht vor Puerto Villamil. Die Fahrt führte an Kolonien von Blaufußtölpeln vorbei, die sich bei der Jagd nach Fischen wie Geschosse ins Wasser stürzen. Galapagos-Pinguine saßen auf den Felsen oder schwammen neben dem Boot. Es ist das nördlichste Vorkommen von Pinguinen überhaupt, knapp über dem Äquator. In einer Tintoretas genannten Bucht sahen wir die Weißspitzen-Riffhaie ruhen, die der Stelle den spanischen Namen gaben. Im Wasser tummelten sich auch neben den Meerechsen einige riesige Adlerrochen. Beim Schnorcheln begegnete Pedro im klaren Wasser Grünen Meeresschildkröten, Damselfischen, Regenbogen-Fischen und Papageienfischen und braunen Korallen. Heriberto, noch immer erkältet, schaute den Pelikanen und Fregattvögeln bei der Belagerung eines Fischerbootes zu.






Nachmittags ging es zur Concha da Perla, einem Vulkan-Pool. Heriberto filmte Reiher und Pedro schnorchelte mit einer sympathischen wie kompetenten Guía. Das warme Wasser mischte sich mit dem kaltem der steigenden Flut (der Humboldt-Strom!) und führte zu faszinierenden Schlieren. Schildkröten zeigten sich gerade nicht und die verspielten Seelöwen hatten auch keine Lust, aber viele bunte Fische, Seeigel und Korallen waren auch toll. Danach genossen wir den Sonnenuntergang am Strand.



Nach dem Essen gingen wir mit schwedischen Hotelgästen zurück zur Concha, wo uns in der Dunkelheit bei Berührung wie Wunderkerzen im Wasser aufleuchtende Algen verzauberten. Was für ein Abschied von den Inseln! Am nächsten Tag ging es dann, von Delfinen und Sturmtauchern begleitet, mit dem Speedboat nach Santa Cruz und mit dem Taxi und wieder Boot zum Aeropuerto.