Lasso ist der Ort und die Abfahrt an der Panamericana bei der Hacienda La Cienega. Lasso ist geprägt von Autowerkstätten, Düngemittel-Händlern und Tierärzten, die alles machen, auch Inseminationen. Nach dem Durchqueren sämtlicher Schlaglöcher im Ort erreicht man die Einfahrt zur Hacienda La Cienega und reist sogleich in die Vergangenheit:
Die Hacienda scheint seit mindestens zwei hundert Jahren unberührt, Grundsteinlegung war im 16. Jahrhundert. Sogar das elektrische Licht erscheint alt. Sämtliche Mauern und Dachziegel genießen die Patina und den Moosbewuchs des Alters. Auch sämtliche Möbel sind bereits hunderte Jahre alt. Die Schreibmaschine höchstwahrscheinlich ebenfalls. Es gibt so viele frei zugängliche Salons, Neben-, und Studierzimmer mit so vielen Sofas, dass man stündlich den Sitzplatz wechseln kann, und immer noch mehrere Tage bräuchte, um auf jedem Polstermöbel zu sitzen.
Unser Zimmer hat einen eigenen Kamin. Nachmittags kommt eine Magd vorbei und entzündet das Feuer im Kamin. Überall gibt es Fotos, Gemälde und Stickereien.
Es ist so kolonial, dass einem hier schon mulmig wird.
Hacienda La Cienega, 8. Januar 2019, ca. 18 Uhr













