Donnerstag, 19. Dezember 2024

Wien Leopold

 Am letzten Tag haben wir dann doch auf das Riesenrad verzichtet und sind ins Leopold im schönen Museumsquartier gefahren. 

Das neue Museum fügt sich erstaunlich gut in den historischen Raum ein und gibt neue Blickwinkel...



Im Leopold selbst erwartete uns eine schöne Übersicht der Wiener Moderne, nicht nur in Gemälden, sondern auch in Möbeln und Objekten der Wiener Werkstätten.

Ich hätte das eine oder andere Stück gern mitgenommen! 







Der junge Schiele (den hätte ich auch mitgenommen)...

...und ein eher untypisches Bild von ihm. 


Danach erwartete uns ein tolles 5-Gang-Menu im Vestibül und ein großartiger Theaterabend in der Burg. (Details im Eintrag "Mehr als Schnitzel". )



Baba Wien!

Wien - Mehr als Schnitzel

Die Wiener Küche ist ja mehr als Schnitzel. Also probierten wir einige der etwas unbekannteren Gerichte aus. Die größte Herausforderung dabei ist ja nicht (nur) die mitunter eigenwillige Zutat, sondern vor allem die Bezeichnung. Bevor man sich entscheidet,  ob man das bestellt, gilt es zu recherchieren,  was man da bestellt. 


Hier die Ergebnisse: 

Deftig im Hardys. 


Ochsenwangerl


Fiakergulasch




Lecker in der Eisernen Zeit. Dazu einen Gemischten Satz.


Blunzentascherl mit Kren



Traditionell im Drei Hacken. 

Markknochen mit Knoblauch 


Kalbshirn gebacken: 


Kalbsbries gebacken: 



Und sehr fein im Vestibül im Burgtheater. 



Trüffel - Vitello 

 

Ricottabällchen mit Grünkohl und Pilzen

Essen im schönen Ambiente...



Rehmedillons mit Dattel und Hagebutte

Dank eines direkten Zugangs zum Theater kamen wir pünktlich zur Aufführung und sahen eine großartige Stefanie Reinsperger als Liliom.

Danach nahmen wir dann unser Dessert ein.


Mandarinensorbet
Nicht im Bild die Süßspeisen.  Kaiserschmarrn,  Buchteln, Apfelstrudel...und einige Verlängerte.

Wien Albertina

Heute machte Peter mal alleine Kultur. 

Die Habsburger haben ihren enormen Reichtum ja nicht nur verbaut (wesentlich geschmackvoller als die Preußen),  sondern auch Zeug und bestenfalls schönes Zeug angehäuft.

Irgendein Erzherzog Albert (warum heißen die eigentlich nicht Prinzen wie in jedem anderen, normalen Königshaus?) hatte nicht nur Geld, sondern auch Geschmack und sammelte Kunst, vor allem Drucke und Zeichnungen. 

Ein großer Teil dieser riesigen Sammlung lagert gut gesichert im Archiv des Kunsthistorischen Museums, einige Glanzstücke kann man in den Prunkräumen der Albertina bewundern.







Die Räume an sich sind auch schon beeindruckend.







In der einen Ecke Kippenberger, in der anderen ein Ofen...





In weiteren Räumen ist die Sammlung Baltliner mit Werken von Monet bis Picasso zu sehen, mit einigen Entdeckungen.

Wie Natalia Gontscherowa...


...oder Boris Grigorjew.


Daneben gab es noch zwei Sonderaustellungen von Werken zeitgenössischer Künstler. 


Beeindruckend: Robert Longos großformatige Kohlezeichnungen.







Aber auch die Terrasse der Albertina war toll und bot wunderschöne Aussichten.







Zwischen den vielen Ausstellungen konnte ich dank Tageskarte zum Naschmarkt und mich stärken. Auf dem Markt war das Angebot heute etwas interessanter, aber vor den Fisch- und damit auch Austernständen stand mir zuviel Schickeria.

Doch in der Eisernen Zeit gab es Blunzentascherl, das könnte echt mein Wiener Stammlokal werden...

Abends aßen wir dann gemeinsam im Wirtshaus Drei Hacken. Und danach ein Bummel durchs festlich beleuchtete Wien.