Nach langer Zugfahrt und obligatorische einstündigen Verspätung kamen wir Samstag in Wien an. Da wir den unerwartet langen Aufenthalt in Nürnberg mit Drei im Weckla, Leberkäs und anderen Wurstprodukten überbrückten, bestand unser erstes spätes Abendessen in Wien aus Bier und Erdnüssen.
Das Hotel Kunsthof am Praterstern bescherte uns dann ein komplett kümmelfreies, hervorragendes Frühstücksbuffet.
Dann ging es erstmal in den Prater. Der nostalgische Vergnügungspark besitzt einen eigenen Charme. Manchmal fühlt man sich wie in einer Filmkulisse in Hollywood, in der ein altmodisches Musical gedreht wird. Manchmal einfach wie auf dem Rummel aus Kindertagen.
Da im Prater aber nicht Operetten-gemäß die Bäume blühten, sondern ein arschkalter Wind pfiff, blieb uns nur Glühwein aus Uhudler (selber googeln) und eine anschließende kurze Mittagsruhe.
Am Nachmittag fuhren wir ins Naturhistorische Museum. Was für ein prachtvoller und wunderschöner Bau! In historischen Vitrinen gab es eine schön präsentierte Sammlung, kombiniert mit moderner Präsentation, virtuellen Erfahrungen und großartigen Modellen.
Wir lernten auch, dass es hier sehr arbeitnehmerfreundlich zugeht, Öffnungszeiten bis 18 Uhr bedeuten, dass nicht etwa die Besucher, sondern die Angestellten das Museum um 18 Uhr verlassen.
Ab 17.30 wurden wir herausgebeten, der Shop schloss ebenfalls, was angesichts des Eintritts von 18 € pro Person doch ein bisschen unverschämt war.
Nach einem Bummel über den weihnachtlichen Kunsthandwerk-Markt und einer längeren Suche nach dem richtigen Bahnsteig im Labyrinth des U-Bahnhofes (Schilder sind hier auch so eine Sache für sich) kamen wir gerade noch pünktlich ins Wirtshaus Hansy am Praterstern.
Eigenes Bier, authentische Küche und eine Einrichtung, die nicht vom Essen ablenkt - was will man mehr.
Das Kalbsbeuchel war leider aus (empfindliche Menschen möchten nicht wissen, was das ist), aber die Rinderbrühe mit Leberknödel wärmte, Fiakergulasch und Ochsenbacken schmeckten und Marille half bei der Verdauung.













