Heute ist Bibracte ein internationaler Grabungsort und in weiten Teilen von Wald bedeckt. Am Parkplatz neben dem dazu gehörenden Museum stellt sich die Frage: zu Fuß oder mit dem Auto? Die Klimaanlage im Auto ist verlockend, hier sind noch immer knapp unter 40° .
Aber erstens kann Bewegung angesichts des leckeren, aber nicht immer leichten Essens nicht schaden und zweitens kann ich mich so zugleich mit Geschichte und mit Vögeln beschäftigen.
So geht's 200m bergauf durch wunderschönen Buchenmischwald. Oben angekommen, begrüßen einen alte Buchen, die aussehen, als wären sie von Druiden verhext worden!
St. Pierre-Quelle
Die Hitze flimmert, aber immerhin weht hier ab und zu ein Lüftchen. Die Grabungskampagnen sind ja ausgerechnet im Juli/August! Aber immerhin hat man dabei einen schönen Blick auf die Landschaft.
Nach 5km ist man dann den Parcour durch, der über Wiesen, Wälder und zu diversen Mauern führte.
Im gallischen Restaurant wartet dann aber kein Wildschwein, sondern nur Kaffee und trockenes Teilchen.
Im Museum gibt es sogar einen Audioguide in deutscher Sprache. Ich lerne einiges über die Kelten/Gallier.
Auch über deren Bauten und der Vorliebe ihrer Nachfahren für modernistische, etwas monumentale Museumsarchitektur. Eine Klimaanlage gab es nicht, aber dafür nicht zugängliche Innenhöfe...?!
Nach der Eroberung Galliens gab es noch eine kurze Blütezeit in Bibracte, dann aber zog es immer mehr Menschen in die moderne römische Stadt Augustodunum, die verkehrsgünstig an der römischen Schnellstraße lag. Bibracte verschwand unter Wald.
Auch ich verschwinde zurück nach Augustodunum, im hiesigen lateinischen Dialekt auch Autun genannt.
Von meinem Chateau geht es durch die Porte Arroux in die Stadt hinein und an der Porte St. André wieder hinaus in Richtung Theater.
Auch nach dem Untergang des Imperium Romanum beeinflusste die römische Kulturen das Hochmittelalter. Im Form des romanischen Baustils, der den Haupteil der überraschend schönen Kirche St. Lazare bestimmt, ausgerechnet auf dem höchsten Hügel der Stadt erbaut...(ächz, stöhn, schwitz).
Tolles Fischrestaurant
Draußen ein großartiger Tympanon mit dem Jüngsten Gericht (muss im 11. Jh. das Thema gewesen sein) und wunderschönen, fast abstrakt wirkenden Figuren. Auch drinnen ungewöhnlich feine Steinmetzarbeiten. Der helle, große romanische Bau wurde wie oft im gotischen Stil erweitert, um Platz für die Pilger zu schaffen, die in den Kapellen zu ihren unterschiedlichen Heiligen beten konnten. So einen Art Märtyrer-Mall.
Toll, wie die bunten Fenster für Lichteffekte auf dem hellen Sandstein sorgen!
Autun kann auch alternativ...
...und ziemlich homoerotisch! Naja, wenn einer der Typen Flügel hat, geht das wohl in Ordnung. Nur die Frau drunter wirkt unglücklich. Ob er weiter Unterhalt zahlt?
*ASTERIX steht auch für ein Datenaustauschprogramm zur Flugsicherung. (Diesen Satz habe ich nur geschrieben, weil ich schon immer mal Asterix mit einem Asteriks versehen wollte.)

























