Freitag, 16. Juli 2021

Oh, wie entzückend, das Schloss!

Wer im Fürst Pückler Park lustwandelt wird schnell bemerken, dass der Fürst sein Handwerk verstand: Sichtachsen, Sichtachsen, Sichtachsen. Beim ersten Eintritt in den Park sind nur Bäume und Sträucher zu sehen. Bereits wenige Schritte weiter gibt eine Sichtachse den Blick frei: "Oh, wie entzückend, das neue Schloss!"



Wäldchen, Büsche und Laubengänge bieten Schatten und beim Heraustreten erscheint plötzlich zur Linken "Oh, wie entzückend: ein kleiner Wasserfall!"


Sehr empfehlenswert ist der Aufstieg zum Pavillon "Gloriette", denn auch hier eröffnet sich eine bezaubernde Sichtachse: "Oh, wie entzückend, das Schloss!"

Ein Spaziergang rund um die alten Stallungen kann mit einem leckeren Eis versüßt werden und beim Flanieren über ein zugewachsen anmutendes Brückchen wird das Auge freudig überrascht: "Oh, wie entzückend, das Schloss!"



Komplettiert wird das Entzücken von einem Schwanenpaar mit Nachwuchs:

Die Rasenflächen sind englisch kurz gemäht und münden in weitläufige Wiesenflächen die unregelmäßig, mal kürzer, mal länger, mal früher, mal später gemäht werden. Auch wenn es chaotisch anmutet, es folgt einem Plan. Und wer auf einer Anhöhe auf einer Bank Platz nimmt und über das sich im Wind wiegende Wiesenmeer blickt, wird ausrufen wollen: "Oh, wie entzückend, das Schloss!"

Der Rad-Sparziergang führt weiter und weiter und auch bei etlichen weiteren Gelegenheiten: "Oh, wie entzückend, das Schloss!"







Selbst im Hinterhof auf dem Hotel Parkplatz erscheint: "Oh, wie entzückend, das Schloss!"






Der Muskauer Park


Der Park verdient den Namen Landschaftspark allein durch seine Größe,  mit 830 ha passt der Berliner Tiergarten viermal rein. Und in der Mitte des Parks, nahe des zentralen Neuen Schlosses, ist auch noch das Städtchen Bad Muskau.

Es ist auch das einzige grenzüberschreitende Weltkulturerbe Europas. Die Neiße-Grenze kann im Park/Stadtgebiet (wie gesagt, der ganze Park wurde um die Stadt drumrum gebaut) über vier Brücken gequert werden.




Die Anlage dauerte von 1815-45 und ruinierte den Fürsten Hermann von Pückler, sodass er seinen Muskauer Besitz verkaufen musste,  bevor der Park fertig wurde.

Teuer wurde es nicht nur, weil Unmengen von Mutterboden mit Ochsenkarren herangeschafft wurden, sondern auch, weil Fürst Pückler als erster Landschaftsgärtner 20-40 Jahre alte Bäume pflanzte, darunter die beiden großen Pappeln vor dem Neuen Schloss. 

(Im Bild rechts: die zwei Pappeln)


Der exzentrische Fürst gab sich nicht nur mit Orangen und Palmen zufrieden, er machte sich auch einen Namen als Ananaszüchter!



 Während rund ums Schloss die künstlerische Gestaltung im Vordergrund steht, finden sich insbesondere im heute polnischen Teil beeindruckende alte Bäume und scheinbar natürliche Wäldchen im Wechsel mit bunten Blumenwiesen.






Und manchmal sieht man auch Rehe...



Donnerstag, 15. Juli 2021

Angekommen in Bad Muskau

 Nach rund 5 Stunden angekommen im hübschen Bad Muskau. Das Kulturhotel liegt am Markt neben dem Park. Das Schloss in Sichtweise...




Und nach dem obligatorischem Schnitzel (oder auch Zungenbraten) ging es noch in die hoteleigene Sauna...





Badepause am Felixsee

Nach den ersten 21 Kilometern lud der Felixsee zur Badepause ein. Von Felixturm bot sich eine Aussicht über den ganzen See und auf die vier Braunkohlekraftwerke in der Umgebung.