Donnerstag, 19. August 2021

Lotterie der Unterkünfte: Landsitz Hotel Templin

Da ich eher spontan meine Tagestouren plane, lande ich eher zufällig in irgendwelchen Unterkünften: da wo gerade Platz ist. Das ist ja Teil des Abenteuers 😀


Mal liegen in einem Hotel skurrile Bücher aus dem rechtsextremen und verschwörungsideologischen Kopp Verlag rum (Strausberg), mal schmeckt das Essen im Hotel-Restaurant wie aus der Mikrowelle und die Zimmer sind winzig und oll (Hohenwutzen, es war aber auch ein winziges Haus, alle Häuser in Hohenwutzen waren winzig), mal ist das Restaurant ganz zu (Angermünde)...

Und in Templin:


Eine stillgelegte Reha-Klinik wurde als Hotel neueröffnet und versprüht einen ganz eigenen Charme.

Das Essen ist gut. Das Frühstück auch. Die Zimmer sind geräumig, alle Lichtschalter können unter anderem auch vom Bett bedient werden, ebenerdige Dusche...

Kaffee und Kuchen gibt's von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr...

Abendessen-Buffet gibt's von 18:00 bis 19:30 Uhr...

Der Speisesaal hat eine erstaunliche Farbgestaltung!

Grün? Grünbraun? Beigegrünbraun? Beigegrünbraungrau? Spinatkotze?

Rot? Violettrot? Violettrottbeige? Vergammelte gefärbte Wurst?


Und der Wandschmuck im Speisesaal...





Die Cafeteria ist afrikanisch inspiriert:







Templin

Die Altstadt von Templin ist komplett von der historische Stadtmauer umgeben. An der Stadtmauer die Stadt zu umrunden ist fast wie eine Zeitreise.



Nach dem großen Brand 1735 wurden die vormals gewundenen Straßen neu ausgerichtet und in rechteckige Form gebracht. Wer auf dem zentralen Markt steht, kann beim Blick in jede Straße an deren Ende die Stadtmauer erkennen. Am Ende der Berliner Straße steht beispielsweise das Berliner Tor (welches auch am größten ist):




Die Stadtmauern hat keinen Wehrgang und keine Zinnen sondern Wiekhäuser: halbrunde Ausbuchtungen mit Schießscharten. Im Verteidigungsfall stand niemand auf der Mauer, sondern in den Wiekhäusern um auf die Angreifenden zu schießen.




Am Markt befindet sich natürlich das Rathaus:

Und ein paar Meter weiter die Maria-Magdalenen-Kirche:

Ein paar Meter weiter ist auch schon wieder die Stadtmauer erreicht.

Nach diversen Bränden und Kriegen wurde immer wieder neu gebaut. Die Neubauten sind mit diversen Wandgemälden versehen, gerne mit Abbildungen von Fachwerkhäusern, und fügen sich ins Stadtbild neben den realen Fachwerkhäuser ein.








Gute Malarbeiten machen aus einer flachen Hauswand auf einmal vier unterschiedliche Häuser 🙂

Und Seen und Flüsse und Boote gibt's auch:






WLAN bedeutet nicht...

 ... automatisch hohe Geschwindigkeit. Und die Anwesenheit von Häusern bedeutet nicht automatisch 4G.

Glücklicherweise durfte ich ja schon einige Hilfsangebote und das ein oder andere freie WLAN entdecken:

https://www.brandenburgwlan.de/

https://godspot.de/


Die Fotos von Templin werde ich also hochladen, wenn ich auf der Parkbank auf dem Marktplatz sitze...

Mittwoch, 18. August 2021

Gollin und drumrum

Rund um Gollin, zwischen Friedrichswalde und Templin, erstrecken sich entspannende Wälder. Nicht nur Kiefernplantagen und wirtschaftliche Forstnutzflächen, sondern echte Wälder in den Naturschutzgebieten und Biosphärenreservaten. Buchen, Eichen, Kiefern, Birken und andere Bäume und Büsche wechseln sich je nach Bodenbeschaffenheit gegenseitig an. Totholz liegt rum und ist mit Pilzen übersät. Tote Bäume stehen im Wald, mehrfach durchlöchert von diversen Spechten. Es ist schön. 


Schön und überraschend war auch die Fachwerkkirche in Gollin.



Nun werde ich zwei Nächte in Templin verbringen.


Fachwerkkirche Gollin