Freitag, 20. August 2021

Hindenburg, Hammelspring und Vogelsang

Was klingt wie eine Reise durch Kaiserzeiten, parlamentarischen Abstimmungsprozessen und Gezwitscher sind drei Dörfer zwischen Templin und Zehdenick.

Es hat aufgehört zu regnen, es nieselt nur noch.

In Vogelsang biege ich ab nach Burgwall und werde Zehdenick auslassen.

Zehdenick habe ich bereits zwei Mal besucht und die Trampelpfade zwischen den gefluteten Tonstichen möchte ich bei diesem Wetter nicht befahren. Die sind ja schon bei trockenem Wetter von alleine feucht. Dafür ist diese ehemalige Ziegelei-Metropole heute ein sehr schönes Naturidyll.

 

Aussicht; Wind und Wetter; 70 Kilometer

Frühstück im Landsitz Hotel Templin

Die hübsche Aussicht am Frühstückstisch möchte ich nicht vorenthalten. Das Landsitz Hotel liegt ja jwd am Wald. Es ist hier so still, dass ich bei offenen Fenster den Regen auf die Baumblätter hab fallen hören.
Dummerweise hat mich das geweckt und ich bin heute morgen etwas zerknirscht.

Ich hoffe mal, Wind und Wetter sind gnädig. Bei den 70 Kilometern heute wären Gegenwind und Regen doch, gelinde gesagt,  tendenziell als suboptimal zu bezeichnen.



Update 9:30 Uhr.
Seit einer Stunde regnet es ununterbrochen... 😒

Donnerstag, 19. August 2021

Lotterie der Unterkünfte: Landsitz Hotel Templin

Da ich eher spontan meine Tagestouren plane, lande ich eher zufällig in irgendwelchen Unterkünften: da wo gerade Platz ist. Das ist ja Teil des Abenteuers 😀


Mal liegen in einem Hotel skurrile Bücher aus dem rechtsextremen und verschwörungsideologischen Kopp Verlag rum (Strausberg), mal schmeckt das Essen im Hotel-Restaurant wie aus der Mikrowelle und die Zimmer sind winzig und oll (Hohenwutzen, es war aber auch ein winziges Haus, alle Häuser in Hohenwutzen waren winzig), mal ist das Restaurant ganz zu (Angermünde)...

Und in Templin:


Eine stillgelegte Reha-Klinik wurde als Hotel neueröffnet und versprüht einen ganz eigenen Charme.

Das Essen ist gut. Das Frühstück auch. Die Zimmer sind geräumig, alle Lichtschalter können unter anderem auch vom Bett bedient werden, ebenerdige Dusche...

Kaffee und Kuchen gibt's von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr...

Abendessen-Buffet gibt's von 18:00 bis 19:30 Uhr...

Der Speisesaal hat eine erstaunliche Farbgestaltung!

Grün? Grünbraun? Beigegrünbraun? Beigegrünbraungrau? Spinatkotze?

Rot? Violettrot? Violettrottbeige? Vergammelte gefärbte Wurst?


Und der Wandschmuck im Speisesaal...





Die Cafeteria ist afrikanisch inspiriert:







Templin

Die Altstadt von Templin ist komplett von der historische Stadtmauer umgeben. An der Stadtmauer die Stadt zu umrunden ist fast wie eine Zeitreise.



Nach dem großen Brand 1735 wurden die vormals gewundenen Straßen neu ausgerichtet und in rechteckige Form gebracht. Wer auf dem zentralen Markt steht, kann beim Blick in jede Straße an deren Ende die Stadtmauer erkennen. Am Ende der Berliner Straße steht beispielsweise das Berliner Tor (welches auch am größten ist):




Die Stadtmauern hat keinen Wehrgang und keine Zinnen sondern Wiekhäuser: halbrunde Ausbuchtungen mit Schießscharten. Im Verteidigungsfall stand niemand auf der Mauer, sondern in den Wiekhäusern um auf die Angreifenden zu schießen.




Am Markt befindet sich natürlich das Rathaus:

Und ein paar Meter weiter die Maria-Magdalenen-Kirche:

Ein paar Meter weiter ist auch schon wieder die Stadtmauer erreicht.

Nach diversen Bränden und Kriegen wurde immer wieder neu gebaut. Die Neubauten sind mit diversen Wandgemälden versehen, gerne mit Abbildungen von Fachwerkhäusern, und fügen sich ins Stadtbild neben den realen Fachwerkhäuser ein.








Gute Malarbeiten machen aus einer flachen Hauswand auf einmal vier unterschiedliche Häuser 🙂

Und Seen und Flüsse und Boote gibt's auch: