Dienstag, 3. Februar 2026

La Selva und Tirimbina in Sarapiqui

Besuch in der Station La Selva - Forschungseinrichtung und Schutzgebiet im karibischen Tiefland-Regenwald (nachdem wir um 4 Uhr morgens vom prasselndem Regen auf unserem Dach geweckt wurden).

Im Gegensatz zur heruntergekommenen Station Palo Verde hat die Organisation for Tropical Studies (OTS, span. OET) hier mal richtig investiert. Dank US Aid (RIP ⚰). Neues, schickes Empfangsgebäude, Solaranlagen - es soll in den Unterkünften sogar warmes Wasser geben. 

Wir waren für zwei je dreistündige Touren gekommen und wurden weder von der Natur, noch den Guides enttäuscht. Morgens ging es mit nur zwei anderen Gästen durch Garten, Anlage und Sekundärwald, um vor allem nach Vögeln Ausschau zu halten.


Tausendfüßer sorgen für Nachwuchs

Boat-billed Flycatcher

Weißstirntrappist (White-fronted Nunbird)

Weißstirn-Faulvogel (White-necked Puffbird)

Mehr in der Vögelliste (rechts oben), alle Aufnahmen per Phone durchs Spektiv.

Nachmittags liefen wir durch schönen Primärwald und ein Arboretum, das aber dank des üppigen Wachstums der Epiphyten wie eine Mischung aus Park und Dschungel anmutete. Erst am Ende des Nachmittages regnete es wieder. 




Die Straßen der Blattschneiderameisen waren perfekt in Schuss! (Im Gegensatz zu den Autostraßen...)




Links Soldatin, rechts Arbeiterin 

Am nächsten Tag ging es über eine 260m lange Hängebrücke ins Reservat unserer Lodge Tirimbina. 


Beeindruckende Bäume, zwei neue Trogon-Arten und viele kleine Entdeckungen bescherten uns einen schönen Vormittag. Zur Mittagszeit regnete es wieder. 


Froschlaich - wenn die Kaulquappen schlüpfen,  fallen sie in den kleinen Teich darunter.

Sogar der Regen pausierte mal ein paar Stunden. Nach dem Abendessen gibt es noch eine Fledermaus-Tour. Morgen früh geben wir unseren Mietwagen ab und werden zu unserem letzten Ziel in Costa Rica gebracht, dem Nationalpark Tortuguero.

Sonntag, 1. Februar 2026

202

Heute haben wir die 200er Marke geknackt:

202 Spezies in Costa Rica sicher angesprochen!

(zzgl. Verdachtsfälle!)



Samstag, 31. Januar 2026

Highlights Maquenque Lodge

Innerhalb von 24 Stunden sahen wir den vom Aussterben bedrohten großen grünen Ara (Bechsteinara oder Große Soldatenara (Ara ambiguus)) und den Königsgeier (Sarcoramphus papa)!

Und noch diverse kleinere Vertreter der Vogelfamilie: White-fronted Nunbird (Monasa morphoeus), Pale-vented Pigeon (Patagioenas cayennensis), White-necked Jacobin (Florisuga mellivora), Dusky-capped Flycatcher (Myiarchus tuberculifer), Stripe-breasted Wren (Cantorchilus thoracicus), White-breasted Wood-Wren (Henicorhina leucosticta), Fasciated Antshrike (Cymbilaimus lineatus), Great Tinamou (Tinamus major)... und mehr. Auf Augenhöhe in unserem Baumhaus, mit dem Zeiss Spektiv, gelangen uns tolle Fotos:

White-necked Jacobin (Florisuga mellivora)




Red-lored Amazon (Amazona autumnalis)





White-crowned Parrot (Pionus senilis)


Unser Balkon gab auch den Blick auf Säugetiere frei:

Ameisenbär Nördlicher Tamandua  (Tamandua mexicana)


Klammeraffe (Ateles geoffroyi ornatus)



Großer Soldatenara (Ara ambiguus)

Bei einem Spaziergang konnten wir dann vier große grüne Soldatenaras sichten und deren Rufe aufzeichnen:


Bei noch einem weiteren Spaziergang eine Aufnahme mit dem Zeiss Spektiv machen:




Buffet 

Zum Frühstücksbuffet gibt es außerdem ein Bananenbuffet für Tauben, Orange-chinned Parakeet (Brotogeris jugularis) und dem Weibchen vom Scarlet-rumped Tanager (Passerini's) (Ramphocelus passerinii passerinii):



Das Restaurant bietet viele und vielfältige Sitzgelegenheiten.

Es gibt Glasfaseranschluss bis zum Baumhaus WiFi Router! 🤖

Und nachts eine Begegnung mit der schnellsten, giftigsten und tödlichsten Schlange von Costa Rica!

Fer de Lance / Terciopelo-Lanzenotter (Bothrops asper)



Wer es vor Eintritt des Todes in ein Krankenhaus schafft, darf mit langwierigen Komplikationen rechnen:
"Die Terciopelo-Lanzenotter wird mit bis über zwei Meter Körperlänge sehr groß, ist leicht erregbar, bewegt sich sehr schnell und ist extrem giftig. Sie ist innerhalb ihres Areals für den Großteil der Vergiftungen durch Schlangenbisse und jährlich für zahlreiche Todesfälle verantwortlich. Viele Patienten, die den Biss überleben, bleiben durch schwerste Gewebezerstörungen und Gliedmaßenverluste lebenslang behindert."
(Die Bilder im Wikipedia Artikel sind wirklich gruselig!).

Regen

Mit großer Zufriedenheit konnten wir dann am Morgen den Regen im Regenwald friedlich betrachten und filmen: 30 Minuten Regen im Regenwald, sonst nichts.


Costa Rica, 8:13 Uhr

Mittwoch, 28. Januar 2026

Maquenque Lodge

Wir wohnen in einem Baumhaus!
Alleine. 
56 Treppenstufen über dem Regenwaldboden. 
Ohne Einsicht durch andere Baumhäuser. 
Obwohl wir wissen, dass die nächste Unterkunft nur hundert Meter Luftlinie entfernt ist, erscheint sie uns meilenweit entfernt. Wir haben eine Hängematte auf dem Balkon. Wir haben eine Dusche im Baumhaus und außen eine weitere Dusche auf dem Baumhaus-Badezimmer-Balkon.
Tamarindo Baumhaus 

Überdachter Balkon mit Hängematte

Schlafzimmer mit Fensterfront 

Links: Dusche innen. Rechts: Dusche außen.

Dusche außen.

Die Fliegengitter vor den großen Fenstern sich schräg angebracht, sodass hinaus, nach unten und um die Ecke geblickt werden kann: 

Fledermäuse als stille Mitbewohner 

Die Vögel befinden sich auf Augenhöhe. 
Und das beste ist: Wir haben schon mindestens 185 Arten gesichtet (die Liste wird ja täglich länger). Die Scarlet-Rump-Tanagare an der Futterstelle vor der Rezeption und die Mangroven Schwalben am See kennen wir schon zur Genüge. Wir können uns einfach mal zurücklehnen und nach den Raritäten in Baumkronenhöhe Ausschau halten: vom Bett aus!
Das Tamarindo Baumhaus in der Maquenque Lodge ist an mega scharfer Originalität kaum zu überbieten. Zugleich ist das die Unterkunft mit dem besten Standards. Heißes Wasser auch am Waschbecken, bequeme Sitzmöbel und Queensize-Betten. Auch an Regenschirme, Gummistiefel und großen Kühlschrank wurde gedacht. Restaurant ist auch mal richtig gut. 

Ob wir an den geführten Touren teilnehmen?

¿Nachttour mit Kaiman?
¡Hatten wir schon zu zweit nach dem Abendessen!


¿Bootstour mit Reihern und Krokodilen?
¡Golfo Dulce, Río Tárcoles, Río Tempisque, Palo Verde!

¿Birding Tour?
¡Über 185 Species!

Am ersten Nachmittag saß ich im Bett und entdeckte einen White-fronted Nunbird (Monasa morphoeus)! Und hörte Goldkehltukane!

In der ersten Nacht kehrte ich noch einmal alleine zur Gummistiefelstation zurück, um uns passende Paare zu suchen, da machte ich die nächste Entdeckung: Eine Katze!
Fast kniehoch, sehr schmal, grau, dunkel, irgendwie gestreift an den Hinterbeinen, schlenderte das Tier vor mir auf dem schmalen Holzsteg um die kleine Wasserfläche zu überqueren. 

Am nächsten Morgen befragten wir einen Guide, ob es hier Hauskatzen gäbe, die in die Wildnis entflohen sind. Er verneinte das und vermutet, wir könnten ein Ozelot gesehen haben! Aber nachts sind bekanntlich alle Katzen grau und Ozelots haben eigentlich keine Streifen...
Wilder Stubentiger oder nachtgrau-camouflage Ozelot?