Samstag, 17. Juli 2021

Neiße-Radweg

Nach dem feucht-fröhlichen Abend gestern wurde es heute feucht-trüb. Mit leichtem Nieselregen verabschiedeten wir uns vom Schlosspark und entgingen dem ersten größeren Schauer in einem Wartehäuschen. Dann ging es durch hübsche Dörfer und Wiesen an der Neiße entlang, die Sonne kam heraus und brachte dampfende Schwüle.

Der Ziegenhof in Pusack versorgte uns mit leckerem Käse, den wir mit Blick auf die Neiße genießen konnten.


Hier gab's sogar einen Eisvogel!



Doch schon kam der nächste Schauer, da flüchteten wir uns noch auf einen Kaffee zur Frau, die spinnt. Also richtig. Mit Rad. Und eigener Wolle.

Kaum saßen wir wieder auf dem Sattel, wurde es nass. So richtig nass. So bis-auf-die-Unterhose-nass.

Auf den letzten Kilometern klarte es auf, der Wind blies die Wolke Richtung Polen und wir genossen den asphaltierten Weg auf dem Deich.

Die Rohrsänger knarrten im Schilf, Goldammern fragten "Wie wie wie hab ich dich lieb?", Lerchen trällerten und Schwarz- und Rotmilane segelten über uns.

Ein Bussard kackte uns verärgert vor das Rad, als wir ihn von seiner Warte aufscheuchten. Wäre das Grollen in der Ferne und die nassen Klamotten nicht gewesen, wir hätten uns mehr Zeit gelassen.




In Forst bereitete uns das Ehepaar Dörre dann einen warmen Empfang in der Ferienwohnung mit freundlichen Worten, guten Tipps und Quarkspeise im Kühlschrank.   



Das Wahrzeichen von Forst: der Wasserturm. Sonst gibt es kaum noch ältere Gebäude oder Sehenswürdigkeiten in Forst...


Und die Pension Dörre verabschiedete uns mit einem guten Frühstück...