Unsere Urlaube: Costa Rica, Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Maarten, Saint-Martin, Guadeloupe, Martinique, Portugal, Karlovy Vary, Wien, Niedersachsen, Andalusien, Hessen, Kanarien, Spreewald, Südtirol, Toskana, Brandenburg, Kolumbien, Ecuador, Peru
Donnerstag, 19. Februar 2026
Curaçao - Karneval und fehlende Professionalität
In Costa Rica hatten wir gelernt, dass trotz oder wegen "Pura Vida" der Laden läuft.
In Curaçao lernten wir, dass "Poco Poco, Dushi - gemach gemach, Liebling" der Laden willkürlich ohne Ankündigung öffnet oder schließt oder Ankündigungen vom letzten Jahr ohne Aktualisierung der Daten wiederholt werden oder der Koch unangekündigt deine Hähnchen-Vorspeise in eine Gemüse-Vorspeise ändert, weil Hähnchen gerade aus ist oder die Reparatur der Klimaanlage im Museum offensichtlich länger dauern wird und die mehrere hundert Jahre alten Benin-Bronzen währenddessen bei offenen Türen einstauben und korrodieren.
Museum Kura Hulanda
Wer lernt, das, und weiteres, hinzunehmen, kann in Willemstad mehrere Karnevalsparaden ansehen. Am Sonntag besuchten wir den Gran Marcha, am Montag Nachmittag die Abschiedsparade der Kinder und am Dienstagabend die große Abschiedsparade der Erwachsenen. Hierbei war festzustellen, dass die Bars mit dem Verkauf von Getränken überfordert waren, da es offensichtlich nur einen einzigen Menschen gab, der das Kartenlesegerät bedienen konnte.
Dushi - Abenteuer
Wie man sich Indianer-Abenteuer so vorstellt.
Weitere abenteuerlustige Indianer.
Noch mehr Indianer
Curoil ging das Licht aus
Die Königin!
Wenn die offiziellen Websites mit ihren Ankündigungen aktuell und detaillierter gewesen, hätten wir einige Aktivitäten anders geplant. So erlebten wir mehrere Stunden in einem nahezu ausgestorbenen Willemstad, weil wegen Karneval alles anders ist und zu anderen Uhrzeiten öffnet oder schließt. Das alles ohne Zettel an der Tür, der Laden ist einfach zu. Restaurants ebenfalls. Poco Poco, Dushi. Das weiß man doch, wenn man hier wohnt.
Dennoch gelang es uns Willemstad zu verlassen, um die Salinas und die Flamingos zu besuchen. Zu unserer Überraschung entdeckten wir sogar den Reddish Egret!
Feuchte Salina mit Flamingos.
Trocken gefallene Salina (in der Regenzeit natürlich nass).
Am Aschermittwoch besuchten wir den Christoffel Park, benannt nach der höchsten Erhebung der Insel, Mount Christoffel (immerhin 375m). Wir nahmen den White-tailed deer-pfad, sahen aber nur kurz ein weißes Hinterteil der Hirsche.
Es ging durch mal lichten, mal dichten Trockenwald, dann durch dichte Küstenvegetation mit niedrigen Dornsträuchern, bis hin zu den Resten eines verwandelten Meeresarms, auf dem jetzt in der Trockenzeit salzliebende kleine Pflanzen der Hitze trotzen. In der Regenzeit bildet sich hier ein Salzsee, der zahlreiche Vögel, v.a. Flamingos anzieht.
Eine Kaktus-Allee...
Blick zum Mt. Christoffel (rechts)
Riesige Säulenkakteen, hier mit Caracara-Falke
In dieser malerischen Bucht sichteten wir zwei Austernfischer
Die Salzpfanne
Nach langer Wanderung saßen wir dann unter einer Schirmakazie neben dem Parkplatz und plötzlich waren alle Vögel, die wir unterwegs gesucht hatten, da: der Rotkragenspatz, den wir aus den Bergen Costa Ricas kannten, der orange-schwarze Tourpial, die singenden Mockingbirds, der allgegenwärtige Bananaquit und Erdtäubchen...
Tropischer Mockingbird
Bananaquit
Nach der Wanderung hofften wir im Restaurant des Besucherzentrums essen zu können: das Restaurant war geschlossen.
Auf dem Rückweg suchten wir ein Restaurant und fuhren zu einem Strand. Der Standkiosk "Foods & Drinks" hatte nur "only drinks". Und zufällig fanden wir weitere kleine Naturschätze:
Pelikan mit Wasserschildkröte
Meeresschildkröte (Kadettschildkröte)
Sammelpunkt von Pelikanen und Wasserschildkröten: Der Ort wo Fischabfälle anfallen.
Warten auf Aas
Bare-eyed Pigeon (Patagioenas corensis)
Nach zwei überfüllten Restaurants fanden wir in einer kleinen Lagune ein drittes Restaurant, welches zugleich von etlichen Leguanen bewohnt war. Während das Restaurant eine mysteriöse und unverständliche "Food in - Food out" Küchen-Policy fuhr und unsere Bestellung erst nach einer halben Stunde Wartezeit entgegen nahm, wurden die Leguane fast ununterbrochen von Kindern mit Apfelstückchen gefüttert.
Grüner Leguan (Iguana iguana)
Unsere Unterkunft sehr schön. Das Zimmer ist groß, der Pool für einen Innenhof angemessen und es gibt eine Kaffeemaschine und kostenlosen Kaffee auf dem Zimmer.
Bett mit meiner Lieblingskatze!
Unser Terrässchen mit Mangobaum
Besonders hervorzuheben ist die schöne rote Katze, die uns jedesmal aufsucht, wenn wir zurückkehren. Sie hat viel Geduld, lässt sich füttern, streicheln, schrubben, tätscheln und schlagen. Erst wenn sie geschlagen wird, schnurrt sie.