Mittwoch, 14. Januar 2026

Nasenbären

Zwischenzeitlich von einigen schmerzlich erhofft und vermisst, waren sie plötzlich überall. 















Vulkan Arenal im Hintergrund 


Costa Rica, Region Vulkan Arenal, 14. Januar, 13:21 Uhr




Monteverde

Die Region und das Städtchen Monteverde scheinen gut besucht zu werden. Es gibt aber auch noch kleine familiengeführte Privatreservate. Insegesamt herrschte das, was man gutes Wanderwetter nennt. Um die 20°C und heiter bis wolkig bis neblig. Dazu wehte ununterbrochen ein starker Wind.

Nachtwanderung Bosque Eterno de los Niños*

Der ständige Wind schien die meisten interessanten Tiere in ihre Verstecke getrieben zu haben. Dennoch gab es kleine Highlights, die im richtigen UV-Licht große Wirkung erzielten:




*Das Reservat entstand aus Spenden von Schulklassen. Ausgehend von einer schwedischen Schule, sammelten Schüler*innen in aller Welt mit Kuchenbasaren und ähnlichem Geld, um Land zu kaufen. So entstand der "Ewige Wald der Kinder".

Reserva Bosque Nuboso Santa Elena

An Montag Vormittag besuchten wir den Hängebrücken-(Freizeit)-Park Bosque Nuboso Santa Elena. Neben den Hängebrücken wurden auch Drahtseil-Abenteuer/Canopytour/Zip-Lining angeboten. Unangenehmerweise sind diese Drahtseile und die Menschen, die daran herumsausen, sehr laut. Das störte uns und möglicherweise auch die Tiere. Aber irgendwie muss man mit den Touristen, die Abenteuer suchen, ja auch Geld verdienen. 

Der Wald war nebelig, die Hängebrücken hoch und die Aussichten toll! Flechten, die auf Bäumen wuchsen. Moose, die auf Bäumen wuchsen. Bäume, die auf Bäumen wuchsen. Und alles im wahrsten Sinne des Wortes auf Augenhöhe!











Sanctuary Ecológico (10.31172° N, 84.82341° W)

Den Nachmittag verbrachten wir zu zweit im seit 1999 familiengeführten privaten Sanctuary Ecológico. Es war sehr friedlich, ruhig, wir waren unter uns, ein Nasenbär kreuzte friedlich schnüffelnd unseren Weg und von den Aussichtspunkten konnten wir in tiefe Täler und über Hügel und Wälder auf die ferne Nicoya-Bucht blicken.

Es war schön, mal ohne eine lärmende Gruppe zu laufen und den Wald und die Aussichten ganz in Ruhe und in eigenem Tempo zu genießen. 


Würgfeige







 

Und einen kleinen romantischen Wasserfall gab es auch noch: 

Unsere Beobachtungen hinterlegen wir ganz oben rechts ↗️↗️↗️ in der Vögelliste.

Costa Rica, Region Vulkan Arenal, 21:14 Uhr.

Montag, 12. Januar 2026

Pazifik. Küste. Und Mehr.

Die Aras verabschiedeten uns am Freitag mit einem kleinen Gruß aus ihrer Bruthöhle heraus und wir machten uns auf den Weg zur Bootstour.

Golfo Dulce

Mit einen einfachen Boot (flach, lang, schmal, mit Dach) durchquerten wir die Bereiche der Mangroven.


Das spannendste war natürlich wieder,  die Tiere zu entdecken und nicht, sie zu fotografieren. Dennoch gelangen uns einige gute Schnappschüsse von Krokodilen und Fregattvögeln:


Allein auf dieser Bootstour konnten wir wieder elf Erst-Sichtungen erleben, zusätzlich zu den allgegenwärtigen Rabengeiern, Truthahngeiern, braunen Pelikanen und Fregattvögeln: Prärieläufer, Regenbrachvogel, Schlammtreter, Elegant Tern, Royal Tern(zwei Seeschwalben-Arten), Neotropic Cormorant, Blaureiher, Schmuckreiher, Silberreiher, Fischadler, Gürtelfischer. Die vollständige Vögelliste mit Wiki Links ist oben rechts zu finden ↗️.

Der große Höhepunkt der Tour waren natürlich die Delfine! Nach langer Suche haben wir sie doch noch entdeckt (mit telefonischer Hilfe durch das Kapitäns-Handy. Die unterschiedlichen Kapitäne der Touren unterstützen sich gegenseitig).
Ein Foto zu schießen war sehr schwer. Daher zwei Videos. Ein ruhiges Video und ein Action Video mit springendem Delfin!

Hier kommt die Action:

Nach dem Mittagessen erlebten wir wieder eine abenteuerliche Busfahrt:
Die Straßen zur Trogon Lodge im Hochgebirge als auch die Straßen zum Hotel Parador am Punta Quepos sind steil, unwegsam, schmal und ein Albtraum für Anfänger. Punta Quepos ist nun mal ein kleiner/großer Hügel, abgelegen mit romantischer Steilküste direkt am Meer.
"Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich."

Das Parador Nature Resort & Spa ist nicht Bestandteil der spanischen Nobel-Hotelkette. Es wird jedoch gemunkelt, dass der Gründer von Parador Nature früher sehr gerne Urlaub in Spanien machte und viele Inspirationen und spanische Kunstwerke mitgebracht hat.

Das Frühstück am Samstag verbrachten wir damit zuzusehen, wie die Grackle-Vögel (eine Stärlingsart) die unbeaufsichtigten Tische der anderen Gäste plünderten. Eine Schlacht aus Rührei, Pancakes und Zuckertütchen und Teebeuteln. Die Grackle plündern alles, was halbwegs essbar erscheinen mag.

Nationalpark Manuel Antonio

Den Samstag Vormittag verbrachten wir im Nationalpark Manuel Antonio. Dieser Nationalpark ist sehr beliebt und total überlaufen. Wir fanden dann doch noch ruhige Minuten. Gleichzeitig ist er aber auch sehr schön! Die Wälder, die Strände, die Felsen in der Brandung... Sehr schön. Und gut besucht. 



Und im Dschungel schlafen die Panama-Kapuzineraffen (Cebus imitator) 🥰💤🐒💕

Den Nachmittag hatten wir frei: 
Resort erkunden, Perezosos/Faultiere gucken, Wäsche waschen, Restaurant fürs Abendessen aussuchen, Picknick im Pavillon mit Mittelamerikanischen Totenkopfaffe bzw. Rotrücken-Totenkopfaffen (Saimiri oerstedii), Wäsche in den Trockner legen, Totenkopfäffchen gucken (die unser Picknick glücklicherweise nicht versuchten zu plündern), Souvenirs, T-Shirts, Hemden und Shirts kaufen (ich kann mich nun ganz in Faultieren einkleiden!), Siesta, Woll-Wandersocken von Hand shamponieren und anschließend am drehenden Deckenventilator trocknen (in meinem Reisegepäck hab ich immer Wäscheklammern dabei), Joggen im klimatisierten Fitnessraum, Schwimmen im Pool...
Wir entschieden uns zum Abendessen für das Restaurant mit der tollen Aussicht und der leckeren Speisekarte:


Ohne Lichtverschmutzung ist's nachts aber stockduster. Da mussten wir uns aufs Essen konzentrieren.


Sonntag früh um halb fünf singen keine Vögel sondern brüllen die Brüllaffen:

Nach einem weiteren Gefecht mit den Grackle-Frühstücksplünderern ging um 8 Uhr die Fahrt mit dem Bus weiter.

Río Tárcoles

Am Río Tárcoles begann unsere Bootstour zu den Krokodilen und den Wasservögeln. Insgesamt 32 unterschiedliche Vögel konnten wir bestimmen, darunter 13 die wir zum ersten Mal sichteten. Es ging Schlag auf Schlag und hat großen Spaß gemacht.

Krokodile gab es auch, die waren als Hauptattraktion auch angekündigt. An unterschiedlichen Flussabschnitten beobachten die Einheimischen bestimmte, besonders große Krokodile. Diese scheinen die Rolle des Platzhirsches einzunehmen und bekommen von den Einheimischen lustige Spitznamen: Tornado, Osama bin Laden, Bill Clinton, Shakira, Lady Gaga...





Eine dicke Schildkröte kreuzte auch noch unsere Fahrt: 

Unsere Vögel-Bootstour war sehr ergiebig und wir identifizieren immer schneller bekannte Arten und können noch unbekannte Arten mit Hilfe der Merlin App oder dem Buch Birds of Costa Rica oder unserer Reiseleitung Ana unterscheiden.
Mit den deutschen, englischen und spanischen Vogelführern erweitert sich auch stetig unser dreisprachiges Fachvokabular für Gefiederzeichnungen.

Little blue heron/Blaureiher

Rosa Löffler 

Schlangenhalsvogel 

Rotschenkel

Video von Fregattvögeln:





Nach dem Mittagessen ging's ruckzuck weiter in Richtung Gebirge Nationalpark Monteverde. Die Serpentinen bis zu 1300 Höhenmeter fahren sich ja nicht von alleine. Unser Fahrer Julio wollte die Strecke verständlicherweise vor Einbruch der Dunkelheit bewältigen. Straßenbeleuchtung gibt's nur sehr wenig, wenn dann in Ortschaften: 17:30 Uhr, dann ist's zappenduster.

Außerdem startete um 17:30 Uhr unsere Nachtwanderung...

Monteverde ist nun unser Punkt 10 auf unserer Gruppenreise:



Costa Rica, Sonntag, 11. Januar, ca. 20:22 Uhr