Wir hatten gedacht, dass die Stadt und die Hauptattraktionen am Montag nicht so überlaufen sind. Wenn das zutrifft, dann bin ich froh, dass nicht am Wochenende gemacht zu haben.
Zuerst der Stephansdom. Außen wie innen ein schönes gotisches Bauwerk mit interessanten und teils lustigen Details. Auch die mitunter etwas ungeschickten wuchtigen Barocküberbauten können dem Bau nicht die Eleganz nehmen.
Taxenstand an der Außenseite
Die riesige Hofburg zeigt in ihren Ausmaßen schon die Pracht und Dekadenz der Habsburger. Wir haben uns den Sissi/Franzerl-Kitsch erspart (die Österreicher haben bekanntlich ein sehr eigenes Verhältnis zur historischen Wahrheit).
Die Schatzkammer war auch beeindruckend genug. Abgesehen vom enormen Reichtum und Glanz der Habsburger waren auch die Reichsinsignien des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation interessant.
Schatzkammer und Museen werden beherbergt von beeindruckenden Bauten, die den Heldenplatz umrahmen:
Nach den geschichtsträchtigen Besuchen war dann die kulinarische Seite Wiens dran.
Wir hatten uns für den Besuch des Naschmarkts allerdings nicht den besten Tag ausgesucht. Montag Nachmittag sind viele der traditionellen Geschäfte geschlossen und vor allem die zahlreichen arabischen Oliven- und Nüsseverkäufer aktiv.
Das Angebot könnte man mit: "wie Kreuzberg nur dreimal so teuer" gut beschreiben.
Die Hälfte des Naschmarkts besteht aus (meist asiatischen) Restaurants.
Die Hoffnung auf einen unkomplizierten Snack wie Wurst im Stehen erfüllte sich nicht, dafür landeten wir in einem kleinen, sympathischen Restaurant: Zur Eisernen Zeit. Der martialische Name steht im Kontrast zu den netten jungen MitarbeiterInnen. An alten Holztischen gab es tollen Wein, Verlängerten, Kaiserschmarrn und Buchteln.
Dazu nuschelte sich ein uralter Straßenmusiker mit Gitarre durch alte Country- und Blues-Songs.
Schließlich ergatterten wir noch Käse und Speck und genossen dies in unserer geräumigen Wanne im Hotel.















