Freitag, 14. August 2026

Dinosaurier in Feuchtgebieten

Unverhofft verbrachten wir einen ganzen Tag mit Vögeln in Feuchtgebieten!

Zuerst zogen wir zu dritt zur Mündung des Flusses Río de la Ría bei Villaviciosa...

El Río - der Fluss 
La Ría - die typische asturische Schlucht mit Sandstrand-Flussmündung die entsteht, wenn sich ein Fluss durch das Gestein zum Meer fräst (Fjorde sehen ähnlich aus, sind allerdings ein Eiszeit-Gletscher-Nebenprodukt)
Villa - die Kleinstadt 
Viciosa - versessen, lasterhaft, verdorben bzw. botanisch üppig 

Bei dieser üppigen, lasterhaften Kleinstadt mit der fjordähnlichen Flussmündung eines Flusses, der den Namen "fjordähnlich" trägt, liegt das von uns besuchte unter Naturschutz stehende Feuchtgebiet. Mit unseren Zeiss Ferngläsern (es sind inzwischen zwei) und dem Zeiss Spektiv suchten wir nach Vögeln. Mein Neffe unterstützte uns und bekam wertvolle Tipps zum Identifizieren von Federvieh. Die Ausbeute war nicht massenhaft, im Detail aber sehr lohnenswert. Der Kuckuck wird meistens nur gehört, diesmal haben wir ihn gesehen!

Kuckuck (Cuculus canorus)
Brachvogel (Numenius arquata)
Stockente (Anas platyrhynchos)
Schwarzkopfmöwe (Ichthyaetus melanocephalus)
Mittelmeermöwe (Larus michahellis)
Seidenreiher (Egretta garzetta)
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
Haussperling (Passer domesticus)
Bachstelze (Motacilla alba)

Das Naturschutzgebiet 

Malerische Häuschen beim Naturschutzgebiet 


In der zweiten Hälfte des Tages entdeckten wir das Feuchtgebiet mit den "häufigsten und vielfältigsten Fußspuren von ganz Europa" (laut Eigenbeschreibung) und zuweilen üppigen Darstellungen prähistorischer Vögel:

Was machen die da?

Genau das, wonach es aussieht 

Das Museum für Dinosaurier Fußspuren aus Trias-, Jura- und Kreidezeit wird nicht nur überall mit "Jurassic" beworben, sondern beginnt auch mit "Jurassic Park" Abenteuern. Es beginnt wie immer harmlos:


Treffen sich zwei Dinosaurier, sagt der eine...






Neben den ganzen Plastikdenkmälern der Vogelvorfahren wurden auch die Fundstücke der "Dinosaurier-Küste" ausgestellt. Über eine Fläche von vielen, etlichen Quadratkilometern von rund einem Dutzend Fundorten wurden Fußspuren, Knochen und versteinerte Kot-Reste zusammengetragen zu eben diesem <Fundort> der "häufigsten und vielfältigsten Fußspuren von ganz Europa"...

Das Museum war sehr informativ, leider nur in spanisch und nur selten auf englisch übersetzt und war als riesiger Drei-Zehen-Fußabdruck errichtet.






Mit einer Mischung aus jahrelangen Duolingo-Spanischkenntnissen und bereits vorhandenem Wissen konnten wir uns die Inhalte erschließen.