Am Sonntag besuchten wir den Nationalpark Rincón de la Vieja.
Etliche große und kleine Hindernisse begegneten uns allein schon bis 9 Uhr morgens: früh aufstehen ohne Frühstück, Kriebelmückenbisse, die uns wahnsinnig machen, irgendwas mit dem Auto-Wifi-Internetzugang, irgendwas mit Google Maps, Privatstraße mit Mautgebühr, eine löchrige Privatstraße mit Abgründen so groß wie Wagenräder (wofür haben wir eigentlich gezahlt?), Ankunft 7:30 Uhr, der Park öffnet erst um 8 Uhr?!!, Eintrittskarten müssen zwingend online gekauft werden, die Website ist teils in englisch, teils in spanisch, teils in bürokratisch verfasst, zum Kaufen eines Tickets muss erst auf "Buy", danach auf "reservar" geklickt werden (früher hat man ja erst reserviert und dann gekauft), und dann dringend die Steuerbescheinigung deaktiviert werden und neben den Namen auch die Reisepassnummern eingegeben werden; eine Reisepasskopie war zur Hand, die andere Fotokopie in Koffer vergessen, dann war uns das zu doof und wir tippten irgendeine Nummer ein, für die sich niemand interessierte (wozu dann?!), dann wurden unsere Eintrittskarten von zwei unterschiedlichen Männern kontrolliert, von denen der eine sagte: "Ich bin ja auch hier um beim Ticketkauf zu helfen..." (Ja, warum verkaufst du die Tickets dann nicht direkt?!). Und als wir endlich drin, waren wurden wir von einer wandernden Chatgruppe verfolgt, die auf eine Entfernung von mindestens 500 Metern noch zu hören war. Und die Palavergruppe hatte auch noch das gleiche Ziel wie wir!
Es gelang uns alles zu überwinden, das Ziel zu ändern und nachdem wir Hitze, Moskitos, Dschungel, Büsche, Freiflächen und glühender Sonne getrotzt hatten, war es wie im Film!
Einsamkeit, Ruhe, Dschungel, Felsen, Wasserfall, Bäume, deren Wurzeln im Wasserfall schwebten, klares, blaues, kaltes Wasser, welches unsere heißen Füße angenehm schmeichelte.
Andächtig lauschten wir den Rauschen vom Catarata La Cangreja:
Nach uns kamen immer mehr Menschen... Das frühe Aufstehen hatte sich doch gelohnt, wir hatten den besten Platz und konnten gehen, als es voll wurde.
Auf dem Rückweg trafen wir noch Panama-Kapuzineraffen und Geoffroy-Klammeraffen.
Und gewaltige Bäume und Freiflächen:
Weiterfahrt am Montag
Montag fuhren wir über die Straße 4, dem Nordkorridor, weiter. Was auf den Landkarte dick und leuchtend als die wichtigste Hauptverkehrsachse im Norden gekennzeichnet ist, ist streckenweise Schotterpiste mit Wagenrädern so groß wie Löcher.
In Santa Cecilia und in Upala pausierten wir. Wir waren die einzigen Gringos. Hier war noch sehr wenig international touristisch erschlossen und vieles auch ärmer, aber immer sauber. Neben der offiziellen Flagge Costa Ricas in blau-weiß-rot ist das gelbschimmernde Microfaser-Reinigungstuch die zweite Nationalflagge dieses Landes: Kioske, Restaurants, Busse, Trecker, Toiletten, Tische, Stühle, Fenster... Alles wird regelmäßig gereinigt!
Volcano Lodge
Am Montag Nachmittag erreichten wir die Volcano Lodge am Vulkan Arenal. Die liegt direkt neben der Lodge, die wir schon am 14. Januar besucht hatten. In heißen Vulkanwasserpool ließen wir es uns gut gehen. Hitze und Wasser gibt es in diesem Vulkan-Bergregenwald genug. Auch genug Geothermie für eine Sauna!
Und einen Motmot gab es auch...
Heute am Dienstag geht es weiter zum Baumhaus in die Maquenque Eco Lodge bei Boca Tapada.











